Bitcoin: Konsolidierung läuft
Bitcoin bewegt sich nach dem verhaltenen Jahresstart wieder in die Defensive. Nach einem kurzen Versuch, sich über 94.000 USD zu etablieren, zeigt die weltweit führende Kryptowährung nun Schwäche. Aktuell notiert BTC bei rund 90.200 USD – ein Minus von 2,7 Prozent binnen 24 Stunden. Hinter dem Rücksetzer stehen klassische Gewinnmitnahmen, schwächelnder institutioneller Zufluss und ein unsicheres makroökonomisches Umfeld.
Technische Lage verschärft sich
Die psychologisch wichtige 90.000-USD-Marke wird nun getestet. Charttechnisch hat Bitcoin die Widerstandszone zwischen 94.000 und 95.000 USD diese Woche nicht überwinden können. Analysten verweisen auf eine sogenannte "Gamma Wall" bei 95.000 USD, bei der Market Maker strukturell zu Verkäufen neigen – das Überwinden dieser Hürde wird dadurch erschwert.
Sollte die 90.000-USD-Unterstützung nachgeben, rückt die nächste Auffangzone zwischen 86.000 und 88.000 USD in den Fokus. Diese Zone deckt sich mit dem 50-Tage-Durchschnitt und gilt als potenzielle Liquiditätsmarke. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 93.000 USD würde das kurzfristig bärische Momentum neutralisieren.
Institutionelle Flows drehen ins Negative
Nach einem starken Jahresauftakt zeigen die Kapitalströme ein verändertes Bild. Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 7. Januar Nettoabflüsse von rund 243 Millionen USD. Besonders Fidelitys FBTC führte die Rücknahmen an, während BlackRocks IBIT als einer der wenigen Fonds weiter Zuflüsse verbuchen konnte.
Parallel dazu deutet die On-Chain-Aktivität auf erhöhte Verkaufsbereitschaft hin: Die Zuflüsse auf Kryptobörsen haben kurzfristig zugenommen – ein klassisches Signal dafür, dass größere Halter Gewinne im Bereich um 90.000 USD realisieren wollen.
Morgan Stanley setzt strategisches Signal
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?
Trotz der aktuellen Korrektur arbeiten große US-Finanzinstitute weiter am Ausbau ihrer Krypto-Angebote. Morgan Stanley hat diese Woche die Registrierung eines Ethereum Trust eingereicht – zusätzlich zu bereits beantragten Bitcoin- und Solana-ETFs. Die Bank entwickelt damit eigene Anlageprodukte, statt nur fremde zu vertreiben. Das ist ein bedeutender Schritt und zeigt: Das institutionelle Interesse bleibt langfristig intakt.
Auch im Mining-Sektor laufen die Aktivitäten weiter auf Hochtouren. CleanSpark meldete für das Gesamtjahr 2025 eine Fördermenge von 7.746 BTC – ein Beleg für das anhaltende industrielle Engagement nordamerikanischer Miner.
Makro-Umfeld bremst Risikobereitschaft
Bitcoin bleibt eng mit globalen Risikoanlagen verknüpft. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten fielen schwächer aus als erwartet – paradoxerweise belastet das derzeit die Märkte, da Stagflationsängste aufkommen. Die Fed hält sich mit klaren Aussagen zur Januar-Zinsentscheidung zurück, was zusätzlich für Unsicherheit sorgt.
Dazu kommen geopolitische Spannungen in Venezuela und Handelskonflikte in Asien, die den US-Dollar und Gold stärken – auf Kosten risikoreicherer Assets wie Bitcoin. Hinzu kommt eine anstehende Anhörung im US-Senat Mitte Januar zum "Digital Asset Market Transparency Act", die viele Händler abwarten wollen.
Der Fear & Greed Index ist auf 42 Punkte gefallen und signalisiert damit "Angst" – allerdings keine Panik. Das Derivate-Marktumfeld bleibt volatil, aber ruhig. Put-Optionen auf Absicherung unterhalb von 85.000 USD zeigen, dass sich Marktteilnehmer auf weitere Schwankungen einstellen.
Die langfristige Perspektive bleibt konstruktiv, solange Institutionen wie Morgan Stanley weiter investieren. Kurzfristig dominiert jedoch die technische Konsolidierung rund um die 90.000-USD-Schwelle.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 8. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








