Der Start in das erste volle Handelsjahr 2026 ist geglückt. Nach einem schwachen vierten Quartal treiben zurückkehrende institutionelle Gelder und regulatorische Lichtblicke aus Asien den Bitcoin-Kurs wieder nach oben. Während die Stimmung dreht, bleibt der Blick auf die Nachhaltigkeit dieser Bewegung gerichtet.

Short-Squeeze und ETF-Zuflüsse

Der jüngste Kursanstieg über wichtige Widerstandsmarken hat viele Marktakteure überrascht, die auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten. Marktbeobachter führen die Dynamik auf einen "Short Squeeze" zurück: Innerhalb von nur zwölf Stunden wurden Leerverkaufspositionen im Wert von rund 130 Millionen US-Dollar liquidiert, was zusätzlichen Kaufdruck erzeugte.

Gleichzeitig kehren die institutionellen Investoren zurück. Nachdem das Interesse Ende 2025 abgeflacht war, verzeichneten die US-Spot-ETFs zu Jahresbeginn Nettozuflüsse von über 471 Millionen US-Dollar. Vermögensverwalter positionieren sich offensichtlich neu für das kommende Jahr, ungeachtet der vorherigen Konsolidierungsphase.

Japan plant Steuererleichterung

Unerwartete Unterstützung kommt aus Japan. Finanzministerin Satsuki Katayama hat 2026 offiziell zum "Digitalen Jahr" erklärt und plant eine umfassende Steuerreform. Im Kern steht der Vorschlag, die Steuer auf Krypto-Gewinne auf pauschal 20 Prozent zu senken. Dieser Schritt würde digitale Assets mit traditionellen Aktien gleichstellen und könnte den Weg für verstärkte Investitionen aus einer der größten Volkswirtschaften Asiens ebnen.

Parallel dazu treibt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC ihre Expansion in den Krypto-Sektor voran. Das Unternehmen implementiert neue Systeme, um traditionellen Institutionen den Einstieg in die Blockchain-Technologie zu erleichtern – ein Signal, dass die Infrastruktur für professionelle Anleger weiter ausgebaut wird.

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On-Chain-Daten mahnen zur Vorsicht

Trotz der positiven Preisentwicklung zeichnen die fundamentalen Netzwerkdaten ein differenziertes Bild. Die On-Chain-Aktivität hinkt dem Preisanstieg noch hinterher, und die Kapitalbildung im Netzwerk hat sich im Vergleich zu den Höchstständen von Anfang 2025 verlangsamt. Analysten werten dies als Zeichen, dass die aktuelle Rallye primär durch den Derivatemarkt und ETF-Zuflüsse getrieben wird, weniger durch eine breite Masse neuer Nutzer.

Auch geopolitische Faktoren stützen derzeit den Kurs: Unsicherheiten bezüglich Venezuelas Bitcoin-Reserven verstärken das Narrativ vom "digitalen Gold" und sorgen für eine Flucht in Qualität zulasten riskanter Altcoins. Aktuell notiert Bitcoin bei 94.288,00 USD und hält damit einen Abstand von rund 5,6 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt.

Ausblick

Kurzfristig steht die Zone um 93.500 bis 94.600 US-Dollar als wichtiger Unterstützungsbereich im Fokus. Sollte sich der Kurs oberhalb dieser Marken etablieren, wäre der Weg in Richtung 98.000 US-Dollar frei. Für die weitere Entwicklung in dieser Woche sind jedoch die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten und der ISM-Einkaufsmanagerindex entscheidend, da diese die geldpolitischen Erwartungen an die Federal Reserve maßgeblich beeinflussen werden.

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