Ein Recycling-Spezialist im Zwiespalt: Während Befesa operativ mit steigenden Margen und sinkender Verschuldung punktet, drücken Absatzrückgänge in Schlüsselsegmenten auf die Stimmung. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein gespaltenes Bild - kann das Unternehmen im zweiten Halbjahr liefern?

Gemischte Signale trotz robuster Margen

Die Q2-Zahlen für 2025 offenbaren eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Einerseits sank der Umsatz um 9 Prozent auf 293 Millionen Euro, hauptsächlich getrieben durch planmäßige Wartungsarbeiten und geringere Absatzmengen. Besonders im Stahlstaub-Segment machten sich Volumenrückgänge von 11 Prozent bemerkbar.

Doch andererseits demonstrierte Befesa operative Stärke. Das bereinigte EBITDA kletterte um 4 Prozent auf 56,8 Millionen Euro bei einer beachtlichen Margin-Expansion von 17,0 auf 19,4 Prozent. Begründet liegt dies in günstigeren Preisen und rekordniedrigen Behandlungskosten.

Segmentperformance mit Licht und Schatten

Die detaillierte Betrachtung der Geschäftsbereiche zeigt deutliche Unterschiede:

  • Stahlstaub: EBITDA plus 5 Prozent auf 47 Millionen Euro bei Margen von 25,0 Prozent
  • Salzschlacke: Umsatzwachstum von 10 Prozent auf 30 Millionen Euro, EBITDA plus 6 Prozent
  • Sekundäraluminium: Schwache Automobilmärkte drückten EBITDA um 45 Prozent

Trotz dieser Herausforderungen verdoppelte sich der Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahr auf 0,53 Euro. Für das erste Halbjahr 2025 erreichte die EPS sogar 1,00 Euro.

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Ausblick: Alles hängt am zweiten Halbjahr

Die Führungsebene bekräftigte die Jahresprognose und rechnet mit deutlich steigenden Volumina im zweiten Halbjahr, sobald die Wartungsarbeiten abgeschlossen sind. Das Marktconsens erwartet 16 Prozent Umsatzwachstum und 21 Prozent EBITDA-Wachstum für die kommenden Monate.

Der nächste Prüfstein steht am 30. Oktober 2025 an: Die Q3-Zahlen werden zeigen, ob die erhoffte Erholung tatsächlich eintritt - oder ob die Schwächen im Aluminiumgeschäft den Aufwärtstrend bremsen.

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