Handelsbarrieren und Billigexporte aus China destabilisieren den globalen Baustahlmarkt. Europäische Produzenten kämpfen mit sinkender Nachfrage und fallenden Preisen.

Der globale Baustahlmarkt steckt in der Klemme – getrieben von Handelsbarrieren und massiven Überkapazitäten. Während protektionistische Maßnahmen die Planungssicherheit untergraben, drücken Billigexporte aus China und den Golfstaaten die Margen ins Bodenlose.

Chinas Exportoffensive destabilisiert Märkte

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Besonders die Dumpingpreise aus China wirken wie ein Bumerang für den Weltmarkt. Mit einer Exportsteigerung von sage und schreibe 112% bei Bewehrungsstahl im ersten Quartal überschwemmt das Reich der Mitte die internationalen Märkte. Die schwache Binnennachfrage zwingt chinesische Stahlwerke zur Umstellung auf exportfreundlichere Produkte wie Knüppel – eine Strategie, die wohl noch bis Ende Mai anhalten wird.

Doch China ist nicht allein: Produzenten aus den Golfstaaten fluten Europa und Nordafrika mit ihren Überschüssen. Auf dem jüngsten IREPAS-Treffen in Athen wurde diese doppelte Belastung als existenzielles Problem für den Langstahlsektor benannt.

Europa kämpft mit strukturellen Schwächen

Die EU-Stahlindustrie zeigt sich angeschlagen. Die Produktion dümpelt auf niedrigem Niveau, besonders in Deutschland, wo die Nachfrage seit 2017 kontinuierlich schrumpft. Selbst Preissenkungen der heimischen Werke verfehlen ihre Wirkung – die Käufer bleiben auffallend zurückhaltend.

Während Nordeuropa dank Produktionsdrosselungen noch Preissstabilität bei Bewehrungsstahl hält, geht es in Italien bereits bergab. Die Branchenverbände EUROFER und EUROMETAL schlagen Alarm: Ohne Schutzmaßnahmen für die Lieferketten droht ein massiver Verlust von Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen. Potenzielle EU-Beschränkungen für Schrottexporte könnten das Dilemma noch verschärfen.

Abwärtsspirale am Spotmarkt

Seit Mitte letzten Jahres zeigt die Kurve nur noch in eine Richtung: nach unten. Schwache Nachfrage und sinkende Rohstoffkosten treiben die Preise vor sich her. Experten sehen kurzfristig kein Ende dieses Trends – im Gegenteil: Fallende Rohstoffpreise zementieren die Talfahrt.

Der türkische Schrottmarkt zeigt sich paralysiert, während im Libanon die Importaktivität für Bewehrungsstahl nahezu zum Erliegen kommt. Selbst in Taiwan geben die Inlandspreise nach. Die noch ausstehenden türkischen Stahlpreise – ein wichtiger Stimmungsindikator – dürften nach dem Feiertag kaum für Überraschungen sorgen. Die Branche atmet durch – aber nicht vor Erleichterung.

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