Barrick Mining stellt seine Finanzspitze neu auf – und das in einer Phase, in der der Konzern operativ wie strategisch wichtige Weichen stellt. Mit Helen Cai rückt eine Insiderin aus dem Aufsichtsrat an die CFO-Position und soll die nächste Wachstumsphase begleiten. Gleichzeitig treibt Barrick seine Kupferoffensive in Afrika mit neuer Technologie voran. Wie passt dieser Führungswechsel in das Gesamtbild?

Neuer CFO, vertrautes Gesicht

Der Konzern hat am Montag den Wechsel auf dem CFO-Posten offiziell gemacht: Helen Cai übernimmt zum 1. März 2026 die Rolle der Senior Executive Vice President und Chief Financial Officer. Sie folgt auf Graham Shuttleworth, der die Finanzen sieben Jahre lang verantwortet hat.

Shuttleworth bleibt noch bis zur Veröffentlichung der Jahreszahlen an Bord, um eine geordnete Übergabe sicherzustellen. Ein abrupter Bruch soll so vermieden werden.

Cai sitzt seit 2021 im Board und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Investmentbanking mit. Stationen bei Goldman Sachs und der chinesischen CICC haben ihr ein Profil in Kapitalmärkten und M&A verschafft. Die Berufung gilt als strategischer Schritt, um die finanzielle Steuerung unter Interims-CEO Mark Hill zu stärken – insbesondere nach dem Abgang des langjährigen CEOs Mark Bristow im September 2025.

Damit setzt Barrick auf Kontinuität mit einem internen Gesicht, kombiniert mit starker externer Kapitalmarktkompetenz. Marktbeobachter sehen darin einen bewusst gesetzten Stabilitätsanker in einer Phase strategischer Neuausrichtung.

Kupferexpansion mit neuer Technologie

Parallel zum Personalwechsel meldete Barrick operative Fortschritte beim Lumwana-Projekt in Sambia. Der Konzern hat sich für die Concorde-Cell-Flotationstechnologie von Metso entschieden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick?

Diese Technologie soll die Kupferausbeute aus komplexen Erzkörpern verbessern. Für Barrick ist das zentral, denn der Ausbau von Lumwana ist Teil einer aggressiven Kupferwachstumsstrategie.

Die stärkere Ausrichtung auf Kupfer ist kein Zufall: Seit der Umbenennung von „Barrick Gold“ in „Barrick Mining Corporation“ im Mai 2025 verfolgt das Unternehmen konsequent das Ziel, sich von einem reinen Goldproduzenten zu einem diversifizierten Gold- und Kupferspieler zu entwickeln. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für Elektrifizierung und Energiewende – entsprechend versucht Barrick, sich hier breiter aufzustellen.

Ruhige Marktreaktion, starkes Kursumfeld

An der Börse verläuft die Reaktion auf den CFO-Wechsel bislang unaufgeregt. Die Aktie bewegt sich heute nur leicht und hält sich in unmittelbarer Nähe ihres jüngsten 52‑Wochen-Hochs, was auf eine eher gelassene Marktstimmung schließen lässt.

Die Bewertung kommt nicht aus dem Nichts:

  • Über die vergangenen zwölf Monate hat sich der Kurs deutlich vervielfacht.
  • Seit Jahresbeginn 2026 liegt die Performance bereits im zweistelligen Prozentbereich.

Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem von hohen Edelmetallpreisen und der strategischen Verschiebung hin zu einem breiteren Gold-Kupfer-Portfolio. Der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch zeigt, dass der Markt den eingeschlagenen Kurs bislang honoriert.

Der Wechsel von einem langjährigen CFO wie Shuttleworth hätte durchaus für mehr Skepsis sorgen können. Doch die Wahl einer bereits im Unternehmen verankerten Managerin mit starker Banken- und M&A-Erfahrung begrenzt die Unsicherheit. Hinzu kommt: Investoren betrachten den Schritt im Kontext der laufenden Restrukturierung, in der immer wieder Spekulationen um eine mögliche Abspaltung der nordamerikanischen Goldaktivitäten oder erneute Übernahmefantasien durch Wettbewerber wie Newmont auftauchen.

Nächster Meilenstein: Zahlen und Strategie

Der Fokus richtet sich nun auf den 5. Februar 2026, wenn Barrick die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vorlegt. Das wird der letzte Abschluss unter Shuttleworths Verantwortung sein und liefert einen wichtigen Prüfstein für:

  • den finanziellen Fortschritt beim Ausbau von Lumwana,
  • die Effekte der jüngsten operativen Anpassungen,
  • die aktuelle Kapitalallokation in einem Umfeld möglicher Branchendeals.

Für Helen Cai ist das Umfeld klar definiert: Nach dem Zahlenwerk wird sie die Kapitalstrategie – von Investitionen über mögliche Portfolioveränderungen bis zur Antwort auf Konsolidierungsgerüchte – maßgeblich mitgestalten. Der nun eingeleitete, geordnete Übergang an der Finanzspitze bildet den Rahmen, in dem Barrick seine Kupfer- und Diversifikationsstrategie im laufenden Jahr weiter konkretisieren kann.

Barrick-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Barrick-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barrick: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...