Der Umbau an der Spitze von Barrick Gold geht in die nächste Runde. Nach dem abrupten Abgang von CEO Mark Bristow im vergangenen Jahr verlässt nun auch der langjährige Finanzchef Graham Shuttleworth den Goldriesen. Diese Personalrochade trägt die Handschrift des aktivistischen Investors Elliott Investment Management, der den Konzern unter Druck setzt, um verborgene Werte zu heben.

Fokus auf Strategie und M&A

Am Montag gab das Unternehmen bekannt, dass Helen Cai ab dem 1. März 2026 die Position des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen wird. Shuttleworth, der seit der Fusion mit Randgold Resources im Jahr 2019 im Amt war, wird noch den Jahresabschluss begleiten, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten.

Die Wahl der Nachfolgerin ist ein klares Signal an den Markt: Helen Cai sitzt seit 2021 im Aufsichtsrat und bringt umfassende Erfahrung im Investmentbanking, unter anderem bei Goldman Sachs, sowie im Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) mit. Ihre Expertise dürfte zentral sein, da Barrick derzeit strategische Optionen für seine Vermögenswerte prüft. Analysten werten die Personalie als Indiz dafür, dass das Unternehmen größere Transaktionen vorbereitet.

Der Einfluss von Elliott Management

Der Wechsel im Finanzressort ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer umfassenden Führungskrise. Seit September 2025 haben neben dem CEO auch weitere hochrangige Manager wie der COO für Nordamerika das Unternehmen verlassen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick?

Treibende Kraft hinter diesen Veränderungen ist der aktivistische Investor Elliott Investment Management, der sich im Vorjahr mit einer Milliarde US-Dollar bei Barrick eingekauft hat. Elliott fordert Maßnahmen zur Risikominimierung und Wertsteigerung. Im Raum steht konkret ein möglicher Teilbörsengang (IPO) des nordamerikanischen Minengeschäfts. Dies könnte den Bewertungsabschlag verringern, den Barrick aufgrund seiner Aktivitäten in politisch instabileren Regionen wie Mali oder Papua-Neuguinea gegenüber Konkurrenten wie Agnico Eagle Mines oft hinnehmen muss.

Goldpreis und Kursentwicklung

Trotz der Unruhe im Management profitiert Barrick massiv vom aktuellen Marktumfeld. Der Goldpreis markierte am Montag neue Rekordhochs von über 4.600 US-Dollar je Unze, getrieben durch geopolitische Spannungen und die Suche nach sicheren Häfen. Diese fundamentalen Rückenwinde spiegeln sich auch in der Aktienperformance wider.

Das Papier notiert nahe am 52-Wochen-Hoch und verzeichnete auf Jahressicht eine beeindruckende Rallye:
* Aktueller Kurs: 42,66 €
* Performance 12 Monate: +174,10 %
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -0,52 %

Ausblick auf Zahlen und Strategie

Die kommenden Wochen werden für Anleger entscheidend sein, wenn Barrick seine Jahreszahlen vorlegt. Analysten erwarten für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie (EPS) von rund 0,90 US-Dollar und prognostizieren für das Gesamtjahr 2026 einen deutlichen Anstieg auf 3,37 US-Dollar. Mit der Installation von Helen Cai rückt nun die konkrete Umsetzung der von Elliott geforderten strategischen Neuausrichtung in den Mittelpunkt.

Barrick-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Barrick-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barrick: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...