Barrick Gold Aktie: Spin-off mit Hürde
Barrick Gold stellt sein Nordamerika-Geschäft neu auf – doch ein zentraler Baustein hängt an einer externen Zustimmung. Die geplante Abspaltung der Premium-Goldminen soll mehr Transparenz schaffen und zusätzlichen Wert freilegen. Nun zeigt sich: Ohne das Okay des Partners Newmont geht nichts. Für Anleger wird damit klar, wie eng strategische Pläne und Joint-Venture-Strukturen bei einem Rohstoffkonzern verzahnt sind.
Newmont als Schlüsselpartner
Kern der aktuellen Diskussion ist der Plan, die nordamerikanischen Spitzen-Assets in eine eigenständige, börsennotierte Gesellschaft auszugliedern. Dazu zählen unter anderem Barricks Beteiligungen an Nevada Gold Mines sowie Pueblo Viejo.
Genau hier greift die JV-Struktur:
- Die Nevada-Minen werden gemeinsam mit Newmont betrieben.
- Vertragsbedingt braucht Barrick für die Spin-off-Pläne die Zustimmung des Partners.
Zusätzlich wäre Newmonts finanzielle Beteiligung für die Entwicklung des Fourmile-Projekts in Nevada erforderlich. Barrick hat Fourmile als bedeutende neue Goldentdeckung bestätigt und will das Projekt in die neue Gesellschaft einbringen. Damit wird deutlich: Ohne aktive Mitwirkung von Newmont bleibt das Spin-off konzeptionell unvollständig.
Rückenwind durch Goldrally
Inhaltlich trifft diese strategische Weichenstellung auf ein äußerst freundliches Umfeld für Edelmetalle. Gold nähert sich nach den jüngsten Berichten einem Preisniveau von 5.000 US-Dollar je Unze, ganze Sektor-ETFs auf Goldminen verzeichneten am Freitag ein Handelsvolumen, das etwa das Dreifache ihres 30-Tage-Durchschnitts erreichte. Anleger suchten gezielt nach Hebel auf den steigenden Goldpreis – wovon Barrick klar profitierte.
Die Aktie markierte am Freitag mit 43,19 Euro ein neues 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Plus auf rund 182 Prozent, der Kurs liegt deutlich über den viel beachteten 50‑, 100‑ und 200‑Tage-Durchschnitten – ein technisches Signal, das den laufenden Aufwärtstrend unterstreicht.
Strategische Neuausrichtung im Hintergrund
Die Spin-off-Pläne stehen nicht isoliert, sondern sind Teil eines umfassenderen Umbaus. Auf Management-Ebene befindet sich Barrick in einer Übergangsphase:
- Der bisherige CEO hat das Unternehmen bereits im September 2025 abrupt verlassen.
- Zum 1. März 2026 tritt Helen Cai die Position der Finanzchefin an.
Parallel arbeitet der Konzern an der Fokussierung seines Portfolios. Ein wichtiger Schritt war die Beilegung eines langjährigen Konflikts mit der Regierung von Mali, durch die Barrick wieder volle Kontrolle über den Minenkomplex Loulo Gounkoto erlangte. Das stärkt die Ausgangsbasis für die künftige Asset-Allokation.
Am Kapitalmarkt wird die geplante Nordamerika-Abspaltung als Chance gesehen, ein klar positioniertes Gold-Unternehmen in politisch vergleichsweise stabilen Förderregionen zu schaffen. Eine solche „Pure-Play“-Struktur kann eine andere Anlegerklientel anziehen als ein breit diversifizierter Bergbaukonzern. Die nun bekannt gewordene Abhängigkeit von Newmont verkompliziert diesen Ansatz allerdings und macht die weitere Ausgestaltung des Deals zu einem entscheidenden Faktor.
Nächster Meilenstein: Zahlen im Februar
Der nächste Fixpunkt steht bereits fest: Am 5. Februar 2026 legt Barrick die Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025 vor. Auf der anschließenden Investor-Präsentation erwartet der Markt konkrete Aussagen zum Stand der Spin-off-Verhandlungen und zur Rolle Newmonts in der Struktur des geplanten Nordamerika-Vehikels.
Ebenfalls im Fokus stehen werden der Fortschritt bei der CEO-Nachfolge sowie die künftige Rolle der neuen CFO im Rahmen der strategischen Neuausrichtung. Damit dürfte der Februar-Termin zu einem zentralen Gradmesser dafür werden, wie glaubwürdig und umsetzbar Barricks Transformationspfad im Umfeld eines weiterhin starken Goldmarkts ist.
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