Barrick Gold Aktie: Nevada im Fokus
Barrick Gold startet mit gemischten Vorzeichen in die neue Woche. Operativ läuft es so gut wie seit Jahren nicht, gleichzeitig richtet sich der Blick der Anleger auf ein Megaprojekt in Nevada und eine mögliche Neuaufstellung der US-Aktivitäten. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen diese Story überzeugend an den Markt bringt.
Fourmile, IPO-Pläne und Bewertung
Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht das Fourmile-Projekt in Nevada. Ein am Sonntag veröffentlichter Analystenbericht bezeichnet die Lagerstätte als potenziell „bedeutendste Goldentdeckung dieses Jahrhunderts“. Darauf aufbauend wurde eine „Strong Buy“-Einschätzung vergeben, weil Fourmile die langfristige Produktionsperspektive und die Qualität der Ressourcenbasis deutlich verbessern soll.
Parallel gewinnt die Idee einer Abspaltung der nordamerikanischen Vermögenswerte an Fahrt. Laut Berichten, die seit Dezember kursieren und am Wochenende neuen Auftrieb bekommen haben, prüft Barrick konkret einen eigenen Börsengang für Nevada Gold Mines inklusive Fourmile.
Die Argumentation der Analysten lässt sich in drei Kernpunkte bündeln:
- Höhere Bewertungschance: Ein eigenständig gelistetes Nordamerika-Geschäft könnte an der Börse einen höheren Bewertungsmultiplikator erhalten als der Gesamtkonzern.
- M&A-Fantasie: Jefferies und National Bank Financial sehen in einer solchen Einheit ein mögliches Übernahmeziel für Schwergewichte wie Newmont oder Agnico Eagle.
- Klarere Story: Ein fokussiertes Nordamerika-Vehikel würde die Bedeutung von Nevada und Fourmile für Investoren deutlicher herausstellen.
Damit verschiebt sich der Bewertungsfokus ein Stück weit weg vom klassischen „Goldminen-Konglomerat“ hin zu einem strukturierten Portfolio, in dem Nevada eine zentrale Rolle spielt.
Starke Basis: Produktion und Umfeld
Fundamental steht Barrick derzeit vergleichsweise solide da. In den ersten neun Monaten 2025 legte die Kupferproduktion im Jahresvergleich um 21 % zu, vor allem dank eines Anstiegs um 42 % in der Lumwana-Mine. Kupfer gewinnt als strategischer Rohstoff im Energiewende-Kontext an Bedeutung und stützt damit die Ergebnisbasis.
Auch im Kerngeschäft Gold gab es zuletzt Stabilisierung: Im dritten Quartal wurden 829.000 Unzen gefördert, ein Plus von 4 % gegenüber dem Vorquartal. Diese Kombination aus wachsendem Kupferanteil und leicht steigender Goldproduktion passt gut in das aktuelle Marktumfeld.
Denn das Makrobild ist für Barrick ausgesprochen günstig: Der Goldpreis bewegt sich nach einer Rekordrally um die Marke von 4.595 US-Dollar je Unze, die Kupfer-Futures notieren über 6,08 US-Dollar je Pfund. Damit profitiert das Unternehmen gleichzeitig von einem starken Edelmetall- und Industriemetallmarkt.
Ein weiterer wichtiger Störfaktor der Vergangenheit wurde in Mali entschärft. Ein zuvor belastender Streit mit der Regierung wurde durch eine Vereinbarung mit einer Zahlung von 430 Millionen US-Dollar beigelegt. Seit November 2025 hat Barrick die volle operative Kontrolle über den Loulo-Gounkoto-Komplex zurück, was den politischen Risikoabschlag auf die Aktie reduziert hat.
Analystenseitig spiegelt sich das in einem überwiegend positiven Bild wider. Jefferies bestätigt ein „Buy“-Votum, während Häuser wie Zacks zwar auf „Hold“ heruntergestuft haben – mit Verweis auf Mali-bedingte Produktionseffekte –, insgesamt aber weiterhin ein „Moderate Buy“-Konsens besteht. Besonders die Nevada-Assets werden als wesentlicher Werttreiber herausgestellt.
Technische Lage und Ausblick
Technisch bleibt der Titel in einem klaren Aufwärtstrend. Auf Wochensicht ist die Aktie nahezu unverändert, auf Monatssicht liegt sie knapp 10 % im Plus. Noch eindrucksvoller ist der Blick auf zwölf Monate: Hier steht ein Anstieg von rund 170 % zu Buche, der Kurs notiert nur leicht unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch bei 42,88 Euro.
Mehrere Kenngrößen unterstreichen die dynamische, aber nicht übertriebene Bewegung: Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei gut 63 %, während der 14-Tage-RSI mit 28,4 bereits in einen überverkauften Bereich hineinläuft – ein Hinweis darauf, dass kurzfristige Rücksetzer bislang zügig aufgekauft wurden. Aus Marktsicht bleibt damit ein technischer Ausbruchsszenario nach oben intakt, sofern kein Gegenwind aus der Nachrichtenlage aufkommt.
Inhaltlich richten sich die Erwartungen nun vor allem auf zwei Punkte: Zum einen gilt ein nachhaltiger Sprung über wichtige charttechnische Marken – im US-Handel wird insbesondere die Zone um 50 US-Dollar beobachtet – als Signal für die Fortsetzung der Rally nach dem kräftigen Lauf 2025. Zum anderen wartet der Markt auf klare Aussagen zum Zeitplan des möglichen Nevada-Gold-Mines-Börsengangs, der für Anfang 2026 in Aussicht gestellt wird.
Ein zusätzlicher Rückenwindfaktor bleibt der übergeordnete Sektortrend: Analysten wie Christopher Wood von Jefferies betonen Gold zunehmend als Absicherung gegen Turbulenzen im Bereich digitaler Assets, etwa im Zusammenhang mit möglichen Quantencomputer-Risiken für Bitcoin. Das stärkt institutionelle Zuflüsse in etablierte Produzenten – mit Barrick als einem der Hauptprofiteure.
Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob das Management den IPO-Plan für Nevada konkretisiert und damit die in den Kurs eingepreisten Erwartungen bestätigt; gelingt dies, könnte die Aktie ihren mittelfristigen Aufwärtstrend nahtlos fortschreiben.
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