Barrick Gold Aktie: Analysten drehen auf
Barrick Gold erlebt zum Jahresauftakt gleich mehrere Impulse: Ein deutlich angehobenes Kursziel, ein Wechsel auf dem CFO-Posten und Spekulationen über eine mögliche Neuordnung der Nordamerika-Aktivitäten. Im Zentrum steht die Frage, wie der Konzern die derzeitigen Rekordpreise bei Edelmetallen in nachhaltigen Wert für Aktionäre übersetzen will.
Deutlich höheres Kursziel dank Margenfantasie
Am Montag, dem 26. Januar, hat Scotiabank seine Einschätzung für Barrick spürbar nachgeschärft. Analystin Tanya Jakusconek bestätigte ihr Rating „Sector Outperform“ und hob das Kursziel von 43 auf 63 US‑Dollar an – ein Plus von rund 46 Prozent.
Begründet wird dieser Schritt mit den wachsenden Margen im aktuellen Umfeld historisch hoher Edelmetallpreise. Der Spotpreis für Gold liegt derzeit bei über 4.600 US‑Dollar je Unze. In einem solchen Preisumfeld können Produzenten wie Barrick Fixkosten über höhere Verkaufspreise besser hebeln, was sich direkt in der Profitabilität niederschlägt.
An der Börse spiegelt sich dieser Rückenwind auch im deutschen Handel wider: Die Barrick‑Aktie markierte heute mit 43,80 Euro ein neues 52‑Wochen‑Hoch und liegt damit rund 186 Prozent über dem Tief von Ende Januar 2025.
Neuer CFO soll Wachstumsphase begleiten
Parallel zur positiven Analystenstimme treibt Barrick einen wichtigen Personalwechsel im Finanzressort voran. Am 19. Januar 2026 meldete der Konzern die Ernennung von Helen Cai zur neuen Chief Financial Officer (CFO) und Senior Executive Vice President mit Wirkung zum 1. März 2026.
Cai sitzt seit 2021 im Board von Barrick und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Kapitalmärkten und im M&A‑Geschäft mit, unter anderem aus ihrer Zeit bei Goldman Sachs. Sie folgt auf den langjährigen CFO Graham Shuttleworth, der das Unternehmen nach Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025 verlassen wird. Die Übergangsphase ist bewusst so gelegt, dass der Abschlussprozess für 2025 geordnet abgeschlossen werden kann.
Interims‑CEO Mark Hill betonte, Cais „tiefe finanzielle Expertise“ sei entscheidend, um in der aktuellen Zyklusphase zusätzlichen Wert für die Aktionäre zu heben. Zwischen den Zeilen wird klar: Der neue CFO‑Posten ist nicht nur Verwaltung, sondern soll aktiv den nächsten strategischen Schritt mitgestalten.
Mögliche Neuordnung des Nordamerika-Portfolios
Besonders aufmerksam verfolgen Investoren die Überlegungen zur künftigen Struktur des Nordamerika‑Geschäfts. Für den 5. Februar 2026 wird die Vorlage der Zahlen für das Gesamtjahr 2025 erwartet. Schon jetzt richten sich viele Blicke weniger auf die reinen Finanzkennzahlen als auf die strategischen Aussagen zur regionalen Portfolioaufstellung.
Berichte aus Mitte Januar deuten darauf hin, dass Barrick verschiedene Optionen für seine nordamerikanischen Vermögenswerte prüft. Im Fokus steht dabei insbesondere das Nevada Gold Mines‑Joint Venture mit Newmont Corporation. Analystenschätzungen zufolge könnte ein möglicher Spin‑off oder ein Börsengang dieser Nordamerika‑Assets mit mehr als 60 Milliarden US‑Dollar bewertet werden.
Die bevorstehende Earnings‑Call dürfte Aufschluss geben, wie das Management – inklusive der designierten CFO Helen Cai – diesen potenziellen Wert heben möchte. Eine zentrale Herausforderung sind dabei die komplexen Mitspracherechte und Partnerschaftsstrukturen mit Newmont, die bei jeder größeren Transaktion berücksichtigt werden müssen.
Konkreter Blick nach vorn
Für die nächsten Wochen sind zwei Termine entscheidend: Am 5. Februar legt Barrick die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vor, kurz darauf beginnt mit dem Amtsantritt von Helen Cai am 1. März die neue Finanzführung. Dann wird sich zeigen, ob das starke Edelmetallumfeld, das deutlich erhöhte Kursziel der Scotiabank und eine mögliche Neuordnung des Nordamerika‑Portfolios in eine klar formulierte Strategie übersetzt werden – inklusive konkreter Schritte zum Umgang mit den Nevada‑Assets und der Partnerschaft mit Newmont.
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