Barrick Aktie: Rückenwind vom Gold
Gold legt Rekorde hin, und Barrick profitiert. Die Aktie bewegt sich nur leicht, aber der Hintergrund ist bemerkenswert: ein historischer Anstieg des Goldpreises, angetrieben durch neue Handelskonflikte und die Suche nach Sicherheit. Gleichzeitig treibt Barrick ein großes Kupferprojekt voran und verfügt über solide Finanzreserven – eine Kombination, die in diesem Umfeld Gewicht hat.
Goldrally als Haupttreiber
Auslöser der aktuellen Marktbewegung ist eine deutliche Verschärfung der Handelsspannungen zwischen den USA und mehreren europäischen Staaten. Die US-Regierung hat angekündigt, substanzielle Zölle auf ausgewählte europäische Güter zu erheben. Die Angst vor einem ausgewachsenen Handelskonflikt drückt auf die Stimmung und lenkt Kapital in klassische „sichere Häfen“.
In der Folge ist der Goldpreis in einer Sitzung um rund 1,27 % auf ein neues Rekordniveau von etwa 4.730 US‑Dollar je Unze gestiegen. Damit hat das Edelmetall die Marke von 4.700 Dollar klar hinter sich gelassen. Auch Silber zog kräftig an und verzeichnete eine der stärksten Tagesbewegungen seit Jahrzehnten.
Für Produzenten wie Barrick ist dieser Preissprung mehr als nur ein psychologischer Effekt. Die starke Verteuerung ihres Hauptprodukts verbessert direkt die erwarteten Erlöse und Margen – ein Zusammenhang, der sich derzeit deutlich in der Neubewertung vieler Gold- und Silberminen zeigt.
Barrick im Sog des Sektorrallys
Vor diesem Hintergrund haben Minenwerte insgesamt zugelegt. Die Barrick-Aktie konnte sich im Rahmen dieser Branchenrally nach oben bewegen und zählt zu den Gewinnern des neuen Edelmetallfokus am Markt.
Im Kern spiegelt sich hier die enge Verknüpfung zwischen Goldpreis und Bewertung der Förderer wider. Steigen die Preise des zugrunde liegenden Rohstoffs, verbessert das aus Sicht der Investoren das Ertragspotenzial der Minenbetreiber – insbesondere, wenn deren Kostenbasis vergleichsweise stabil bleibt.
Neben Gold spielt auch Kupfer eine Rolle: Der Kupferpreis bewegt sich nahe seiner Hochs, ist aber deutlich schwankungsanfälliger, nicht zuletzt wegen der Unsicherheit rund um die Konjunktur in China und die globale Handelspolitik. Für Barrick ist das relevant, da das Unternehmen neben Gold signifikante Kupferkapazitäten hält.
Der aktuelle Kurs von 42,50 Euro liegt zwar knapp unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch, aber deutlich über allen wichtigen Durchschnittslinien; auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert in etwa fast verdreifacht. Der RSI von 28,4 signalisiert kurzfristig ein überverkauftes Niveau – nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate eine bemerkenswerte Konstellation.
Kupferprojekt Lumwana als zweite Säule
Während Gold die Schlagzeilen dominiert, stärkt Barrick parallel seine Position im Kupfermarkt. Im Fokus steht die umfangreiche Expansion der Lumwana-Kupfermine in Sambia. Das Projekt soll die Bedeutung des Standorts im globalen Portfolio deutlich erhöhen.
Technologisch setzt Barrick dabei auf moderne Flotationstechnik, um die Aufbereitung zu optimieren und insbesondere feine Partikel besser zu gewinnen. Ziel ist es, die jährliche Produktion auf rund 240.000 Tonnen zu steigern – ein kräftiger Aufschlag gegenüber dem bisherigen Niveau. Angesichts der weiterhin hohen, wenn auch schwankenden Kupferpreise könnte dieses Plus zu einem wichtigen Ertragstreiber werden.
Die Strategie ist klar: Barrick positioniert sich nicht nur als Goldproduzent mit Rückenwind durch Rekordpreise, sondern auch als relevanter Anbieter von Kupfer, das für Elektrifizierung, Infrastruktur und Energiewende eine zentrale Rolle spielt.
Starke Finanzbasis als Sicherheitsnetz
Operativ geht Barrick aus einer komfortablen Ausgangslage in dieses freundliche Marktumfeld. Im dritten Quartal 2025 erzielte der Konzern einen Rekord beim operativen Cashflow von 2,4 Milliarden US‑Dollar. Der freie Cashflow lag bei 1,5 Milliarden Dollar – ein deutliches Zeichen für hohe interne Finanzkraft.
Diese robuste Liquidität verschafft dem Unternehmen Flexibilität in zwei Richtungen: Zum einen können Großprojekte wie die Lumwana-Expansion aus eigener Kraft vorangetrieben werden. Zum anderen bleibt Spielraum, um Kapital an die Eigentümer zurückzugeben, sei es über Dividenden oder andere Maßnahmen zur Ausschüttung.
Unterm Strich steht Barrick aktuell auf einem Fundament aus rekordhohen Goldpreisen, einer wachsenden Kupfersparte und starker Cash-Generierung. Die weitere Kursentwicklung dürfte vor allem davon abhängen, ob sich die Handelskonflikte zuspitzen – und ob Gold und Kupfer ihre erhöhte Preisbasis in den kommenden Quartalen verteidigen können.
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