Barrick Aktie: Nordamerika im Fokus
Barrick setzt zum Jahresbeginn 2026 klar auf Neupositionierung. Nach der Entspannung politischer Risiken rückt nun eine mögliche Abspaltung der nordamerikanischen Goldvermögenswerte in den Mittelpunkt. Die zentrale Frage lautet: Wie viel zusätzlicher Wert lässt sich aus diesen als besonders sicher geltenden Minen herauslösen?
Starker Lauf, leichte Konsolidierung
Am Freitag ging die Barrick-Aktie bei 37,52 € aus dem Handel und liegt damit nur rund 3 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von über 140 %, was den deutlichen Stimmungsumschwung nach einer schwierigen Phase unterstreicht.
Der RSI von 28,4 signalisiert kurzfristig ein überverkauftes Niveau – nach der Rallye der vergangenen Monate ist die aktuelle Schwäche eher eine Atempause als ein Trendbruch. Auch der Abstand von gut 55 % zum 200‑Tage-Durchschnitt zeigt: Der Titel kommt aus einer klaren Aufwärtsbewegung.
Strategische Neuausrichtung mit Nordamerika-IPO
Der wichtigste Kurstreiber ist die im Dezember 2025 angekündigte Prüfung eines Teil‑Spin-offs der nordamerikanischen Goldaktiva. Der Vorstand hat grünes Licht gegeben, die Ausgliederung in eine eigenständige, börsennotierte Gesellschaft („NewCo“) zu prüfen. In dieses Paket sollen hochwertige Tier‑One‑Assets gebündelt werden, darunter:
- Beteiligungen an den Nevada Gold Mines (Joint Venture)
- Pueblo Viejo
- Fourmile, eine vollständig im Besitz befindliche hochgradige Entdeckung
Die Idee dahinter: Diese Premium-Minen sollen aus dem Bewertungsabschlag herausgelöst werden, der dem Konzern aufgrund von Engagements in politisch riskanteren Regionen oft angelastet wird. Ein eigenständiges Nordamerika-Vehikel könnte – so die Hoffnung des Managements und vieler Analysten – mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt werden.
Für Februar 2026 hat das Unternehmen ein Update zum Stand der IPO‑Prüfung angekündigt. Damit steht in wenigen Wochen ein klarer Zeitanker, an dem der Markt die Umsetzungsfähigkeit der Strategie messen wird.
Analysten setzen auf weiteres Potenzial
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick?
Auf der Analystenseite dominiert ein positives Bild. Das aktuelle Konsensrating lautet „Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 47,17 US‑Dollar. Damit sehen viele Beobachter trotz der starken Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate weiteres Aufwärtspotenzial.
Unterstützt wird diese Einschätzung durch ein nach wie vor robustes Goldpreisumfeld und eine laufende Dividendenpolitik: Zuletzt wurde eine Quartalsdividende von 0,18 US‑Dollar je Aktie ausgeschüttet. Die Kombination aus Ausschüttung und möglichem Bewertungshebel durch die Nordamerika-Abspaltung macht den Investment-Case aus Sicht der Analysten derzeit besonders interessant.
Entschärfter Risikofaktor Mali
Ein wesentlicher Belastungsfaktor der Vergangenheit war der Konflikt mit der Militärregierung in Mali. Der Streit hatte im Dezember 2024 seinen Höhepunkt erreicht, als ein Haftbefehl gegen den damaligen CEO Mark Bristow erlassen wurde. Dieses Thema ist inzwischen abgeräumt: Im November 2025 wurde eine Vergleichsvereinbarung geschlossen, die Vorwürfe wurden fallen gelassen.
Damit kann der Konzern den Betrieb im Loulo‑Gounkoto‑Komplex wieder normalisieren. Der Abbau dieses politischen Risikos hat einen wichtigen Bewertungsdeckel entfernt und erlaubt es dem Markt, sich stärker auf die Entwicklung der Kernprojekte in Nordamerika zu konzentrieren.
Neues Führungsteam, klarer Fahrplan
Seit September 2025 steht Mark Hill als Interim President und CEO an der Spitze des Unternehmens, nachdem Langzeitchef Bristow ausgeschieden ist. Hill setzt auf Kontinuität im operativen Geschäft und die Abarbeitung offener Altlasten – sichtbar etwa in der Lösung des Mali‑Konflikts.
Gleichzeitig treibt das Management die strategische Neuaufstellung voran. Für die kommenden Wochen sind zwei Punkte entscheidend: Erstens die im Februar angekündigte Konkretisierung der IPO‑Pläne für „NewCo“, zweitens die Bestätigung, dass der operative Betrieb – insbesondere in den nordamerikanischen Kernminen – stabil und im Rahmen der bisherigen Prognosen läuft. Gelingt beides, dürfte sich das aktuelle Bewertungsniveau eher als Basis denn als Spitze des Zyklus erweisen.
Barrick-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick-Analyse vom 4. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Barrick-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








