Barrick Mining schafft Klarheit auf der Führungsebene. Mit Helen Cai übernimmt ab März 2026 eine erfahrene Kapitalmarktexpertin das CFO-Amt – und die Bank of America sieht deutlich mehr Potenzial als bisher angenommen.

Personalie mit Profil

Das Minenunternehmen gab am Dienstagabend bekannt, dass Helen Cai ab dem 1. März 2026 als neue Finanzchefin einsteigt. Cai sitzt bereits seit 2021 im Verwaltungsrat und bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrung aus den Bereichen Kapitalmärkte und M&A mit – unter anderem von Goldman Sachs und CICC. Sie folgt auf Graham Shuttleworth, unter dessen Ägide über 5 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückflossen.

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Die Reaktion an der Börse fiel positiv aus. An der Toronto Stock Exchange legte die Aktie am Dienstag um 0,17 Prozent auf 69,12 kanadische Dollar zu, während das US-Listing mit einem Plus von 2,47 Prozent bei 49,94 US-Dollar schloss. Im nachbörslichen Handel wurde die 50-Dollar-Marke überschritten.

Parallel dazu erhöhte BofA Securities am Mittwochmorgen das Kursziel deutlich von 48 auf 58 US-Dollar und bekräftigte die Kaufempfehlung. Analyst Lawson Winder verweist auf die operative Stabilität des Konzerns und das günstige Marktumfeld für Edelmetalle.

Finanzielle Ausgangslage

Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase robuster Zahlen. Im dritten Quartal 2025 meldete Barrick einen operativen Cashflow von 2,4 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2024 belief sich diese Kennzahl auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar – eine solide Basis für das laufende Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde US-Dollar.

Trotz einer Kursrally von über 200 Prozent binnen zwölf Monaten erscheint die Bewertung nicht überzogen. Das KGV liegt bei etwa 23,5 und damit unter dem Branchenschnitt von 27. Discounted-Cash-Flow-Modelle deuten auf eine Unterbewertung von über 60 Prozent hin – ein Hinweis darauf, dass der Goldpreis von knapp 4.734 US-Dollar je Unze noch nicht vollständig eingepreist ist.

Kupfer im Fokus

Die Wahl einer CFO mit M&A-Hintergrund passt zur strategischen Ausrichtung. Seit der Umbenennung von "Barrick Gold" zu "Barrick Mining" im Mai 2025 forciert der Konzern den Ausbau des Kupfergeschäfts. Ein zentrales Projekt ist die Expansion der Lumwana-Mine mit einem Investitionsvolumen von 2 Milliarden US-Dollar. Ziel ist eine Verdopplung der jährlichen Kupferproduktion auf 240.000 Tonnen.

Allerdings gibt es regionale Risiken. In Mali fiel die industrielle Goldproduktion 2025 um 23 Prozent – hauptsächlich wegen des Streits zwischen Regierung und Barrick, der zu temporären Stilllegungen im Loulo-Gounkoto-Komplex führte. Zwar wurde der Konflikt im November 2025 mit einer Zahlung von 430 Millionen US-Dollar beigelegt, die Produktionszahlen verdeutlichen jedoch die geopolitischen Unwägbarkeiten.

Ausblick auf März

Mit dem offiziellen Amtsantritt Cais am 1. März 2026 rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie sie die Kapitalallokation zwischen aggressivem Kupferausbau und Aktionärsrenditen steuern wird. Die Analystengemeinde bleibt optimistisch – das durchschnittliche Kursziel impliziert weiteres Aufwärtspotenzial.

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