Barrick Gold reitet auf der perfekten Welle: Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord und hat die Marke von 4.800 US-Dollar durchbrochen. Gleichzeitig konnte der Minenriese mit der Beilegung eines Konflikts in Mali einen massiven Unsicherheitsfaktor beseitigen. Angesichts einer Kursexplosion von über 177 Prozent in den letzten zwölf Monaten fragen sich Anleger: Ist das erst der Anfang einer neuen Ära oder ist die Bewertung bereits ausgereizt?

Einigung in Mali schafft Klarheit

Der Streit mit der malischen Regierung, der die Aktie zuletzt belastete, ist beendet. Durch einen Vergleich im Wert von rund 430 Millionen US-Dollar erhält Barrick die volle operative Kontrolle über den Minenkomplex Loulo-Gounkoto zurück. Zusätzlich fließen etwa drei Tonnen Gold an das Unternehmen zurück.

Marktbeobachter werten dies als entscheidenden Schritt. Der geopolitische Abschlag, der die Bewertung drückte, entfällt nun. Die Produktion in einem der wichtigsten afrikanischen Standorte des Unternehmens ist damit stabilisiert, was die Planungssicherheit für Investoren deutlich erhöht.

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Strategiewechsel voraus?

Auch personell stellt Barrick die Weichen neu. Helen Cai wird zum 1. März 2026 den Posten des Chief Financial Officer übernehmen. Ihre Ernennung lässt aufhorchen: Cai bringt über 20 Jahre Erfahrung mit, insbesondere im Bereich Fusionen und Übernahmen (M&A). Experten interpretieren diese Personalie als Indiz dafür, dass Barrick das Umfeld hoher Goldpreise für eine aktivere Akquisitionsstrategie nutzen könnte.

Goldpreis als Gewinntreiber

Das makroökonomische Umfeld spielt dem Konzern in die Karten. Goldman Sachs hat das Preisziel für Ende 2026 auf 5.400 US-Dollar angehoben, getrieben durch geopolitische Spannungen und die Diversifizierung privater Investoren in Edelmetalle. Da Barricks Produktionskosten kurzfristig stabil bleiben, fließt fast jeder zusätzliche Dollar beim Goldpreis direkt in den Gewinn und sorgt für eine Margenausweitung.

Bewertung und Ausblick

Trotz der starken Rallye – die Aktie notiert mit aktuell 42,10 Euro nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 42,88 Euro – gehen die Meinungen zur Bewertung auseinander. Während einige Modelle eine Überbewertung sehen, signalisieren andere Berechnungen noch erhebliches Aufwärtspotenzial.

Alle Augen richten sich nun auf den 5. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht Barrick die Zahlen zum vierten Quartal sowie das Jahresergebnis. Der Bericht wird entscheidende Hinweise auf die Produktionsprognose für 2026 liefern und zeigen, wie schnell sich die Normalisierung in Mali in den Büchern niederschlägt.

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