Banco De SAbadell Aktie: Krisenhafte Zeiten?
Seit dem Scheitern der feindlichen Übernahme durch die BBVA im vergangenen Oktober klafft die Performance-Schere zwischen den beiden spanischen Banken weit auseinander. Während der Rivale BBVA an der Börse deutlich zulegt, kämpft Banco de Sabadell damit, seine Eigenständigkeit durch eine entsprechende Kursentwicklung zu rechtfertigen. Neue Daten zur Vorstandsvergütung beim Konkurrenten unterstreichen zudem, dass das Thema Fusion für den Markt endgültig abgeschlossen ist.
- BBVA-Aktie seit Oktober: +22 %
- Sabadell-Aktie seit Oktober: -2 %
- Annahmequote der Übernahme: 25,33 % (Mindestschwelle von 30 % verfehlt)
- Aktueller Kurs Sabadell: ca. 3,21 Euro (Stand Mitte Februar)
Klare Trennung nach Übernahme-Aus
Am Wochenende wurde bekannt, dass die BBVA-Führung für das Geschäftsjahr 2025 Gehaltseinbußen hinnehmen muss. Verwaltungsratschef Carlos Torres und CEO Onur Genc erhalten rund 3 % bzw. 2,5 % weniger Gesamtvergütung. Wichtig für Sabadell-Anleger: Die BBVA stellte klar, dass diese Kürzungen auf verfehlten kurzfristigen Zielen basieren und nicht als Sanktion für die gescheiterte Sabadell-Offerte zu verstehen sind. Damit signalisiert die Großbank, dass sie strategisch über die geplatzte Fusion hinweg ist und sich auf ihre eigenen Ziele konzentriert.
Performance-Lücke setzt Management unter Druck
Der Blick auf die Kursentwicklung seit dem offiziellen Ende des Übernahmeversuchs am 17. Oktober 2025 offenbart eine deutliche Diskrepanz. Während die BBVA-Aktie um rund 22 % kletterte – unterstützt durch einen massiven Ausschüttungsplan von 36 Milliarden Euro bis 2028 –, verlor das Papier von Banco de Sabadell im selben Zeitraum etwa 2 %. Die Unternehmensführung um CEO César González-Bueno steht nun unter verstärktem Zugzwang.
Kann die Bank ihre Unabhängigkeit allein durch die aktuelle Dividendenrendite von rund 6,38 % und organisches Wachstum für die Aktionäre rechtfertigen? Das Management hatte das 17-Milliarden-Euro-Angebot der BBVA stets als Unterbewertung zurückgewiesen. Der Markt wartet jedoch weiterhin darauf, dass sich diese Einschätzung auch nachhaltig im Aktienkurs niederschlägt.
Hintergründe der gescheiterten Offerte
Das Scheitern der monatelangen Übernahmeschlacht war im vergangenen Jahr deutlich: Lediglich 25,33 % der Sabadell-Aktionäre waren bereit, ihre Anteile anzudienen. Damit wurde die notwendige Hürde von 30 % unterschritten. Neben dem Widerstand des Sabadell-Vorstands spielten auch Bedenken der spanischen Regierung hinsichtlich der Marktkonzentration eine entscheidende Rolle für den Ausgang.
In den kommenden Monaten wird die Banco de Sabadell beweisen müssen, dass sie die versprochenen Wachstumsziele ohne die Synergien eines Zusammenschlusses erreichen kann. Die nächste Belastungsprobe für das Vertrauen der Investoren wird die Vorlage der kommenden Quartalszahlen sein, die zeigen müssen, ob das operative Geschäft die hohen Erwartungen des Managements stützt.
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