Nach Jahren der Funkstille geht Aventis Energy in die operative Offensive. Der kanadische Uran-Explorer bringt sein Corvo-Projekt in der östlichen Athabasca-Region erstmals seit über vier Jahrzehnten wieder unter den Bohrer. Für eine spekulative Micro-Cap-Aktie ist das ein entscheidender Moment, weil sich nun zeigen dürfte, ob die geologischen Hoffnungen Substanz haben.

Erster Bohrzyklus seit über 40 Jahren

Am 13. Januar 2026 hat das Unternehmen bestätigt, dass die Explorationsteams Anfang Februar zum Corvo-Uranprojekt aufbrechen sollen. Laut CEO Michael Mulberry ist die Detailplanung des ersten Winter-Bohrprogramms abgeschlossen, der Zeitplan liegt sogar vor den ursprünglichen Erwartungen. Damit endet eine Phase der Unsicherheit, die den Kurs seit Ende 2025 belastet hatte.

Geplant ist ein Diamantbohrprogramm über rund 3.000 Meter in priorisierten Zonen im Osten des Athabasca-Beckens in Saskatchewan. Es handelt sich um die erste moderne Bohrkampagne auf dem Areal seit mehr als 40 Jahren.

Im Fokus stehen dabei vor allem:

  • Hauptziel „Manhattan Showing“: Ein bisher unbeboh­rter Bereich, in dem Oberflächenproben Urangehalte von bis zu 8,10 % U3O8 geliefert haben
  • Geophysik: Über 5.000 Gravimetrie-Messpunkte entlang von 29 Kilometern leitfähiger Strukturen wurden bereits erhoben
  • Logistik: Bohrcrews sollen Ende Januar 2026 den Zugang zum Projektgelände herstellen

Diese Vorarbeiten bilden die Basis, um die vielversprechendsten Zonen gezielt anzubohren.

Spekulativer Kurs, hoher Risikoaufschlag

Die Aktie hat ihren spekulativen Charakter zuletzt deutlich gezeigt. Nach einem Zwischenhoch im Sommer 2025 notiert der Titel aktuell bei rund 0,15 Euro und damit gut 63 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, zugleich aber noch rund 13 % über dem Jahresultimo. Der Kurs pendelt damit in einem engen Bereich knapp über dem 52‑Wochen-Tief.

Technische Indikatoren unterstreichen die hohe Nervosität im Wert:
- Der 14‑Tage‑RSI liegt mit 73,3 im überkauften Bereich.
- Die annualisierte 30‑Tage‑Volatilität von über 77 % signalisiert ausgeprägte Ausschläge nach oben wie nach unten.

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Für Anleger heißt das: Kursbewegungen können kurzfristig stark ausfallen – im positiven wie im negativen Sinn, je nach Nachrichtenlage rund um das Bohrprogramm.

Finanzierung zum Aufschlag gesichert

Um die erste Bohrkampagne abzusichern, hat Aventis Ende 2025 seine Kapitalbasis gestärkt. Das Unternehmen sammelte über zwei Tranchen einer Flow-Through-Privatplatzierung rund 2,5 Millionen CAD ein. Bemerkenswert: Die neuen Aktien wurden zu 0,41 CAD je Anteilsschein ausgegeben – also zu einem deutlichen Aufschlag auf den damaligen Börsenkurs.

Marktbeobachter leiten daraus ab, dass institutionelle Investoren dem Potenzial des Corvo-Projekts trotz der frühen Phase vertrauen. Die Mittel sollen 100 % der Programmkosten des ersten Jahres im Rahmen der Optionsvereinbarung mit Standard Uranium abdecken. Über diese Struktur kann Aventis bis zu 75 % an Corvo erwerben, wenn innerhalb von drei Jahren Explorationsausgaben von insgesamt 6 Millionen CAD getätigt werden.

Die Finanzierung reduziert kurzfristige Verwässerungs- und Liquiditätssorgen und verschafft dem Management Spielraum, das Programm planmäßig durchzuziehen.

Mehrere Katalysatoren bis Ende Q1

Die nächsten Wochen sind klar durchgetaktet und bringen eine Reihe potenzieller Kurstreiber:

  • Ende Januar 2026: Aufbau der Infrastruktur und des Zugangs zum Projekt
  • Anfang Februar 2026: Start der Diamantbohrungen
  • Erstes Quartal 2026: Erste visuelle Auswertungen der Bohrkerne und Messung der Radioaktivität vor Ort
  • Bis Quartalsende: Eintreffen der Labor-Assays mit bestätigten Gehalten

Das Corvo-Projekt liegt rund 60 Kilometer östlich der McArthur-River-Mine von Cameco und etwa 45 Kilometer nordöstlich der Gemini-Mineralisierung von Atha Energy – einer Region, die für hochgradige Uranfunde bekannt ist. Entscheidend wird sein, ob sich die an der Oberfläche gemessene Mineralisierung in die Tiefe fortsetzt. Die in Q1 erwarteten Laborergebnisse werden damit direkt darüber entscheiden, ob Aventis Energy seine Explorationsstory untermauern kann oder seine Pläne für die nächsten Phasen anpassen muss.

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