Aventis Energy läutet eine entscheidende Phase im Corvo-Uranprojekt ein. Erstmals seit über 40 Jahren wird auf dem Gebiet im östlichen Athabasca-Becken wieder gebohrt – ein Schritt, auf den Anleger nach einem holprigen Jahresstart gewartet haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die außergewöhnlich hohen Uran-Gehalte an der Oberfläche im Untergrund bestätigt werden.

Bohrprogramm im Athabasca-Becken

Das 2026er Explorationsprogramm umfasst rund 3.000 Meter Diamantbohrungen in der sogenannten Manhattan Zone. Dieser Zielbereich im Basismetall-Untergrund wurde bislang noch nie angebohrt, gilt aber wegen früherer Oberflächenfunde als besonders spannend.

Durchgeführt wird das Programm mit einem wintertauglichen Bohrgerät, das speziell für die harschen Bedingungen in Saskatchewan ausgelegt ist. Operativ verantwortet wird die Kampagne von Standard Uranium in Partnerschaft mit Aventis. Das Projekt liegt rund 60 Kilometer östlich der McArthur-River-Mine von Cameco, einem der wichtigsten Uranproduzenten der Region.

Dem Bohrstart ging umfangreiche Vorarbeit im Jahr 2025 voraus. Unter anderem wurde eine hochauflösende Boden-Schwerkraftmessung abgeschlossen, die mehr als 5.000 Messpunkte entlang von 29 Kilometern leitfähiger Strukturen abdeckte. Diese Daten bilden nun eine zentrale Grundlage für die Platzierung der Bohrlöcher.

Warum die Manhattan Zone im Fokus steht

Die Auswahl der Ziele basiert maßgeblich auf sehr starken Oberflächenproben aus dem Explorationsprogramm 2025. Gesteinsproben (Outcrop-Grabproben) am Manhattan Showing lieferten Uran-Gehalte von bis zu 8,10 % U₃O₈ – die höchsten Werte, die auf dem Projektgebiet bisher gemessen wurden.

Auch historische Proben aus demselben Bereich unterstreichen das Potenzial: Frühere Messungen kamen auf bis zu 59.800 ppm Uran. Die jetzigen Bohrungen sollen klären, ob diese außergewöhnlichen Gehalte an der Oberfläche Ausdruck eines zusammenhängenden, hochgradigen Systems in der Tiefe sind.

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Kurse, Stimmung und Finanzierung

Die Nachricht vom Bohrstart folgt auf turbulente Handelstage. In den ersten Januarwochen bewegte sich die Aktie nahe ihrem 52‑Wochen-Tief, bevor sie sich zuletzt leicht erholen konnte. Aktuell notiert der Titel bei 0,14 Euro und liegt damit weiterhin spürbar unter seinem 50‑Tage-Durchschnitt von 0,17 Euro, was die zurückhaltende Marktstimmung widerspiegelt.

Operativ geht Aventis nach eigenen Angaben gut finanziert in das Programm. Ende 2025 sicherte sich das Unternehmen über mehrere Flow-Through-Private Placements insgesamt rund 2,5 Mio. CAD zu 0,41 CAD je Aktie – deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Die Gelder aus der Oktober-Finanzierung sind ausdrücklich für Explorationsarbeiten auf den Projekten vorgesehen und bilden damit das finanzielle Rückgrat der jetzt laufenden Kampagne.

Moderne Explorationsstrategie

Für die Zieldefinition setzt Aventis auf einen integrierten, datengetriebenen Ansatz. Mehrere geophysikalische und geologische Informationsquellen werden kombiniert, um potenzielle Zonen hydrothermaler Alteration zu identifizieren – Strukturen, die typischerweise mit hochgradiger Uranvererzung im Athabasca-Becken einhergehen.

Kernbausteine sind:

  • Luftgestützte Messungen: Ein 2025 abgeschlossenes, helikopterbasiertes Xcite-Time-Domain-EM- und Magnetik-Programm, das mehrere Kilometer leitfähiger Anomalien und markanter Magnetstrukturen abgegrenzt hat.
  • Boden-Schwerkraftdaten: Eine hochauflösende Gravimetrie aus Q4 2025, die Dichteanomalien sichtbar macht und Hinweise auf mögliche Alterationssysteme liefert.
  • Historische Daten: Laufende Neuinterpretation älterer geophysikalischer Messungen im Zusammenspiel mit den aktuellen Datensätzen.

Auf dieser Basis sollen Bohrziele definiert werden, die die geologischen Modelle mit möglichst hoher Trefferwahrscheinlichkeit testen.

Zeitplan und nächste Meilensteine

Die Explorationsgenehmigungen wurden Ende November 2025 für 18 Monate erteilt. Sie decken sowohl hochauflösende geophysikalische Arbeiten als auch Diamantbohrungen ab und geben Aventis damit zeitliche Flexibilität für Anpassungen im Programmverlauf.

Während des Bohrprogramms selbst werden erste Hinweise aus Bohrloch-Messungen zur Radioaktivität der Kerne erwartet, noch bevor die Laboranalysen vorliegen. Zusätzliche visuelle Merkmale wie Bleichungen oder Farbveränderungen des Gesteins sollen helfen, das geologische Modell direkt am Kern zu überprüfen. Verbindliche Laborergebnisse werden bis Ende des ersten Quartals 2026 erwartet. Sie werden entscheidend zeigen, ob die starken Oberflächengehalte der Manhattan Zone in der Tiefe bestätigt werden und damit das Potenzial für eine wirtschaftlich relevante Uranentdeckung untermauern.

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