ASTA Energy Solutions: Preisspanne für Börsengang steht fest – bis zu 190 Millionen Euro im Visier
Der Countdown für den Börsengang der ASTA Energy Solutions AG läuft. Heute hat das österreichische Unternehmen die entscheidenden Eckdaten für seinen geplanten Gang an die Frankfurter Börse bekannt gegeben. Die Preisspanne für die Aktien liegt zwischen 27,50 und 29,50 Euro. Das dürfte für Aufsehen sorgen – nicht zuletzt wegen der prominenten Investoren, die bereits an Bord sind.
Die harten Fakten: Preisspanne, Volumen und Zeitplan
Der Energietechnik-Spezialist aus Oed peilt mit seinem Börsengang (IPO) ein Gesamtvolumen von bis zu 190 Millionen Euro an. Das Angebot setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
- Ein Primärangebot von neuen Aktien soll der Gesellschaft etwa 125 Millionen Euro frisches Kapital einbringen.
- Zusätzlich bieten bestehende Aktionäre, darunter die von DDr. Michael Tojner kontrollierten Gesellschaften, weitere Aktien an.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Der Angebotszeitraum für Investoren startet heute, am 26. Januar 2026, und soll bereits am oder um den 29. Januar enden. Die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Börse wird für den 30. Januar 2026 erwartet. Gehandelt werden soll unter dem Symbol „1AST“.
Wofür soll das frische Kapital verwendet werden?
Das Geld aus der Kapitalerhöhung ist für die Wachstumsstrategie des Unternehmens vorgesehen. ASTA, ein auf kupferbasierte Lösungen für Energiesysteme spezialisierter Hersteller, will in den globalen Megatrend der Energiewende investieren. Die geplanten 90 bis 120 Millionen Euro an Investitionen sollen aus IPO-Erlösen und operativem Cashflow finanziert werden.
Konkret plant das Unternehmen die Mittel wie folgt einzusetzen:
- Kapazitätsausbau (ca. 40%): Die Produktionsstandorte in allen Regionen, insbesondere in Bosnien und Herzegowina, sollen erweitert werden, um die starke Nachfrage der Kunden zu bedienen.
- Vertikale Integration (ca. 20%): Die Recycling- und Gießereikapazitäten in Brasilien sollen voll genutzt und in Europa eine zweite Anlage aufgebaut werden. Das stärkt die Lieferkette und verbessert die Umweltbilanz.
- Stärkung der Bilanz (ca. 40%): Ein Teil der Erlöse dient der Verbesserung der Kapitalstruktur, der Erhöhung der finanziellen Flexibilität und der Rückzahlung von Darlehen.
Prominente Cornerstone-Investoren sichern den Erfolg vorab
Ein starkes Signal für den Börsengang sind die bereits zugesagten Investments namhafter institutioneller Anleger. Insgesamt haben sich sogenannte Cornerstone-Investoren bereits für Aktien im Volumen von rund 55 Millionen Euro verpflichtet.
Zu diesen Investoren zählen:
- Siemens Energy, ein langjähriger Partner von ASTA, mit einem Volumen von etwa 25 Millionen Euro.
- Fonds der Environmental Strategies Group bei BNP Paribas Asset Management.
- Invesco Asset Management.
- WCM Investment Management.
Diese Vorabzusagen reduzieren das Platzierungsrisiko und unterstreichen die Glaubwürdigkeit des Geschäftsmodells in Fachkreisen.
Das Unternehmen im Profil: 210 Jahre Erfahrung für die Energiewende
ASTA Energy Solutions blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1814 hat sich das Unternehmen zu einem globalen Player entwickelt. Mit rund 1.400 Mitarbeitern an sechs Standorten in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, China und Indien fertigt ASTA maßgeschneiderte Hochleistungslösungen aus Kupfer.
Diese sind zentrale Komponenten in Mittel- und Hochspannungstransformatoren, industriellen Generatoren und der wachsenden Rechenzentrumsinfrastruktur. Zu den Kunden zählen Industriegrößen wie Siemens Energy, Hitachi Energy, GE Vernova und Andritz.
Nach dem Börsengang werden die bisherigen Mehrheitsaktionäre voraussichtlich noch über 50% der Anteile halten. Der Free Float, also der Streubesitz, soll bis zu 39% betragen. Für das Unternehmen, die alten Aktionäre sowie Vorstand und Aufsichtsrat gilt eine Lock-up-Frist von 12 Monaten, in der sie keine weiteren Aktien verkaufen dürfen.
Der geplante Börsengang markiert einen wichtigen Schritt für ASTA, um im hart umkämpften, aber wachstumsstarken Markt der Energietechnik weiter zu expandieren. Ob die Nachfrage der Investoren die Erwartungen erfüllt, wird sich in den kommenden Tagen im Bookbuilding-Verfahren zeigen.








