ASTA Energy Solutions plant Börsengang: 210 Jahre alter Traditionsbetrieb will mit frischem Kapital durchstarten
Ein Traditionsunternehmen mit über 210 Jahren Geschichte macht sich bereit für die Zukunft: Die ASTA Energy Solutions AG kündigt heute ihren Börsengang an. Das Ziel? Mit frischem Kapital das weltweite Wachstum im Zuge der Energiewende massiv zu beschleunigen. Der IPO soll bereits im ersten Quartal 2026 über die Bühne gehen.
Ein versteckter Champion der Energiewende
ASTA ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern ein globaler, vertikal integrierter Spezialist. Das Unternehmen fertigt hochwertige kupferbasierte Lösungen, die als Herzstück in moderne Energiesysteme integriert sind. Ihre Produkte versorgen Mittel- bis Hochspannungstransformatoren, industrielle Generatoren und das wachsende Netzwerk von Rechenzentren.
„ASTA geht über die Rolle eines reinen Lieferanten hinaus – es ist ein erfolgskritischer Faktor sowohl für die Energiesicherheit als auch für die Energiewende“, so die selbstbewusste Einschätzung des Managements. Das dürfte die Aufmerksamkeit von Investoren wecken.
Rekordauftragsbestand und starke Finanzen als Fundament
Die Pläne des Unternehmens ruhen auf einem soliden Fundament. Ein Rekord-Auftragsbestand, der sich in Europa seit 2022 versiebenfacht hat, spricht für die hohe Nachfrage. Gleichzeitig überzeugt ASTA mit einer robusten Profitabilität: Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen eine EBITDA-Marge von über 25% auf seine Net-Value Sales.
Die finanziellen Kennzahlen lesen sich vielversprechend:
* Die Nettoumsätze stiegen von 2022 bis 2024 von 479,6 auf 642,6 Millionen Euro.
* Das EBITDA legte im gleichen Zeitraum von 16,4 auf 35,5 Millionen Euro zu – eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von fast 47%.
* Für 2025 erwartet ASTA einen Nettoumsatz von rund 680 Millionen Euro.
Bis zu 190 Millionen Euro für die globale Expansion
Mit dem Börsengang will das Unternehmen kräftig investieren. Geplant sind Bruttoemissionserlöse von rund 125 Millionen Euro aus neu ausgegebenen Aktien. Das Gesamtvolumen der Transaktion könnte inklusive einer Greenshoe-Option bis zu 190 Millionen Euro betragen.
Dieses Kapital soll in vier strategische Bereiche fließen:
1. Kapazitätsausbau: Erhöhung der Produktionskapazitäten an allen Standorten, um die gestiegene Kundennachfrage zu bedienen (ca. 40% der Erlöse).
2. Nachhaltige Lieferkette: Vollständige Nutzung und Ausbau der Recycling-Plattform in Brasilien sowie Aufbau einer zweiten Anlage in Europa (ca. 20%).
3. Finanzielle Stärkung: Verbesserung der Kapitalstruktur und Erhöhung der finanziellen Flexibilität (ca. 20%).
4. Entschuldung: Rückzahlung von Darlehen zur Verbesserung der Bilanzkennzahlen (ca. 20%).
Schwere Geschütze: Siemens Energy und Co. als Cornerstone-Investoren
Bereits vor dem offiziellen Börsengang haben sich namhafte institutionelle Investoren verpflichtet. Insgesamt sichern sie sich garantierte Zuteilungen im Wert von rund 55 Millionen Euro. Zu diesen Cornerstone-Investoren zählen:
* Siemens Energy, ein langjähriger Kunde und Partner.
* Fonds der Environmental Strategies Group bei BNP Paribas Asset Management.
* Invesco Asset Management.
* WCM Investment Management.
Diese frühe Unterstützung durch Branchengrößen und nachhaltig orientierte Fonds ist ein starkes Vertrauensvotum.
Lokal produzieren, global wachsen: Die ASTA-Strategie
ASTA setzt auf einen „local-to-local“-Ansatz. Die Produkte werden „made-to-order“ für eine Blue-Chip-Kundenbasis an sechs Standorten weltweit gefertigt: in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, China und Indien. Diese Nähe zu den Kunden reduziert Transportzeiten, Kosten und CO₂-Emissionen.
Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Nachhaltigkeit in der eigenen Wertschöpfungskette voran. Durch eigene Recycling-Aktivitäten stammen bereits rund 40% des verwendeten Kupfers aus recyceltem Material. Bis 2030 soll dieser Anteil auf etwa 70% steigen.
Notierung an der Frankfurter Börse geplant
Die Aktien der ASTA Energy Solutions AG sollen im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. Die Konsortialführung übernehmen Berenberg als Sole Global Coordinator sowie COMMERZBANK und Raiffeisen Bank International als Joint Bookrunner.
Auch nach dem Börsengang bleiben die bestehenden Aktionäre, kontrolliert von DDr. Michael Tojner, mit einem Anteil von über 50% Mehrheitsaktionäre. Das Management um CEO Dr. Karl Schäcke und CFO Daniela Klauser wird von einem Aufsichtsrat unterstützt, zu dem mit Christian Kern auch der ehemalige österreichische Bundeskanzler gehört.
Mit einer über 210-jährigen Geschichte, starken Marktpositionen in wachstumsstarken Segmenten der Energiewende und konkreten Expansionsplänen tritt ASTA Energy Solutions selbstbewusst an den Kapitalmarkt. Die Weichen für das nächste Kapitel des Traditionsunternehmens sind gestellt.








