Der größte BDC der Welt hat seine Quartalszahlen vorgelegt – und hinterlässt ein zwiespältiges Bild. Während Ares Capital bei wichtigen Kennzahlen die Erwartungen knapp verfehlte, glänzt das Unternehmen mit Portfoliowachstum und robuster Dividendenpolitik. Die Frage ist: Reicht das, um Anleger zu überzeugen?

Gemischte Signale trotz Stabilität

Ares Capital präsentierte für das zweite Quartal 2025 solide, aber nicht überwältigende Ergebnisse. Das GAAP-Nettoergebnis je Aktie von 0,52 US-Dollar entsprach genau dem Vorjahreswert und übertraf sogar die Analystenschätzungen. Doch der wichtige Core-EPS-Wert, eine nicht-GAAP-Kennzahl, blieb mit 0,50 US-Dollar knapp unter der erwarteten Marke von 0,51 US-Dollar.

Noch deutlicher zeigte sich die Diskrepanz beim Nettoanlageertrag (NII), der mit 342 Millionen US-Dollar hinter den Prognosen von 350 Millionen US-Dollar zurückblieb. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein klares Zeichen für den Kostendruck, unter dem auch dieser Branchenriese steht.

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Dividende als Rettungsanker

Trotz der gemischten Zahlen demonstriert Ares Capital weiterhin finanzielle Stabilität. Das Unternehmen hält an seiner Quartalsdividende von 0,48 US-Dollar je Aktie fest und baut damit seine bereits 16-jährige Serie unveränderter oder erhöhter Ausschüttungen aus. Für dividendenorientierte Anleger bleibt dies das entscheidende Argument.

Die Investmentaktivität blieb mit Bruttoverpflichtungen von 2,6 Milliarden US-Dollar robust. Das Anlageportfolio wuchs auf einen beachtlichen Fair Value von 27,9 Milliarden US-Dollar, diversifiziert über 566 Unternehmen in 25 verschiedenen Branchen. Der Nettoinventarwert (NAV) je Aktie stieg leicht auf 19,90 US-Dollar.

Herausforderungen im Anzeichenhorizont

Nicht alles läuft rund bei Ares Capital. Die nicht werbenden Kredite stiegen auf 546 Millionen US-Dollar (amortisierte Kosten) beziehungsweise 327 Millionen US-Dollar (Fair Value). Dies entspricht 2,0 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent des Portfolios – ein leichter Anstieg, den das Management genau im Auge behalten muss.

CEO Kort Schnabel betonte dennoch die "soliden Kerngewinne" und das Portfoliowachstum. CFO Scott Lem verwies auf die starke Liquiditätsposition von rund 6,5 Milliarden US-Dollar, die strategische Flexibilität biete. Die Verschuldungsquote verbesserte sich leicht auf 1,01x.

Ausblick: Warten auf die zweite Jahreshälfte

Die Führungsetage erwartet eine aktivere zweite Jahreshälfte 2025 mit steigender Transaktionsaktivität. Mit einem robusten Investment-Backlog von etwa 2,6 Milliarden US-Dollar und keinen Fälligkeiten für den Rest des Jahres scheint Ares Capital gut positioniert zu sein, um von aufkommenden Marktchancen zu profitieren.

Die große Frage bleibt: Kann der BDC-Gigant die leichten Verfehlungen bei den Kernkennzahlen wettmachen und mit seiner konservativen Strategie langfristig überzeugen – oder benötigt es mehr Wachstumsdynamik, um die Anleger wirklich zu begeistern?

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