Apple hat ein Timing-Problem. Während gleich mehrere Wall-Street-Analysten ihre positiven Einschätzungen bekräftigen und von einer Kaufgelegenheit sprechen, rutschte die Aktie am Montag erneut ab – auf 246,70 US-Dollar, ein Minus von 3,46 Prozent. Damit hält die Verlustserie bereits sieben Wochen an. Rund 11 Prozent hat der Titel seit Anfang Dezember verloren, während der S&P 500 im selben Zeitraum nur leicht nachgab. Am 29. Januar folgen die Quartalszahlen. Können die das Ruder herumreißen?

Wall Street bleibt optimistisch – mit Einschränkungen

Goldman Sachs bekräftigte am Montag sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 320 US-Dollar. Analyst Michael Ng sieht die jüngste Schwäche als Einstiegschance und erwartet für das erste Fiskalquartal 2026 einen Gewinn je Aktie von 2,66 US-Dollar. Beim iPhone rechnet er mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr – getrieben von 5 Prozent mehr verkauften Geräten und einer Verbesserung bei Preis und Mix um 8 Prozent. Besonders China soll mit einem Plus von 26 Prozent bei den Stückzahlen glänzen.

Auch Evercore ISI bleibt bei seiner Outperform-Empfehlung und dem Kursziel von 330 US-Dollar. Die Analysten erwarten sogar Erlöse von 140,5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 2,71 US-Dollar – deutlich über den Konsensschätzungen von 137,4 Milliarden US-Dollar und 2,67 US-Dollar. Beim iPhone-Umsatz kalkuliert Evercore mit einem Anstieg von 17 Prozent, während der Markt nur 11 Prozent einpreist.

Citigroup hingegen senkte das Kursziel von 330 auf 315 US-Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei. Analyst Atif Malik verweist auf explodierende DRAM-Speicherkosten, die sich seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt haben. Grund ist die enorme Nachfrage aus dem KI-Rechenzentrumsgeschäft.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Apple?

Speicherkosten als Belastungsfaktor

Die steigenden Kosten für DRAM-Speicher bereiten Bären zunehmend Sorgen. Sie könnten die Bruttomarge von Apple in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 belasten. Für das erste Fiskalquartal 2026 hat das Unternehmen eine Bruttomarge von 47 bis 48 Prozent in Aussicht gestellt – inklusive einer Belastung von 1,4 Milliarden US-Dollar durch Zölle.

Evercore ISI gibt allerdings Entwarnung für die nahe Zukunft. Dank langfristiger Lieferverträge sei Apple für die Quartale bis einschließlich März weitgehend gegen Kostensteigerungen bei NAND-Speicher abgesichert. Der Gegenwind durch Speicherkosten sei kurzfristig minimal.

Regulierung und Rotation belasten

Neben den Kostenfragen lasten Regulierungsdruck und eine Rotation aus Wachstumswerten auf der Aktie. Positiv zu werten ist immerhin ein Urteil eines Pariser Gerichts vom Dienstag: Apple darf seine App Tracking Transparency-Funktion in Frankreich weiter anbieten. Werbetreibende hatten versucht, das Feature zu stoppen, das Nutzer um Erlaubnis bitten muss, bevor ihre Aktivitäten für personalisierte Werbung verfolgt werden. Frankreichs Wettbewerbsbehörde hatte Apple im März 2025 bereits mit 150 Millionen Euro Strafe belegt. Ähnlicher Druck kommt aus Italien, Deutschland und Polen.

Quartalszahlen als Wendepunkt?

Am 29. Januar nach Börsenschluss legt Apple die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2026 vor. Die Erwartungen sind hoch: Der Konsens liegt bei Erlösen von 137,4 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 2,67 US-Dollar. Das Unternehmen selbst hatte ein Umsatzwachstum von 10 bis 12 Prozent sowie zweistelliges iPhone-Wachstum prognostiziert. Zusätzlich dürfte die Anfang Januar angekündigte Partnerschaft mit Google zur Integration von Gemini in Siri Apples KI-Fortschritte unter Beweis stellen. Goldman Sachs rechnet für die nächsten zwei Jahre mit robuster iPhone-Nachfrage – unterstützt durch den geplanten Start des iPhone Fold im Herbst 2026.

Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...