Die Auftragsbücher füllen sich schneller als gedacht. Berichte über eine massive Nachfrage nach Server-Chips für das Jahr 2026 sorgen bei AMD für Euphorie an der Börse. Während Analysten ihre Kursziele nach oben schrauben, deutet alles darauf hin, dass der Chiphersteller seine Preismacht in den kommenden Monaten deutlich ausspielen kann.

Enorme Nachfrage treibt Preise

Auslöser der jüngsten Rallye ist eine Analyse von KeyBanc Capital Markets, die die Stimmung der Anleger beflügelt. Demnach sind die Server-Kapazitäten von AMD für das gesamte Fiskaljahr 2026 bereits "nahezu ausverkauft". Haupttreiber ist der unersättliche Hunger der großen Hyperscaler nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz.

Diese Knappheit versetzt AMD in eine äußerst komfortable Verhandlungsposition. Marktbeobachter gehen davon aus, dass das Unternehmen bereits im ersten Quartal 2026 Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent durchsetzen kann. Besonders die "Turin"-CPUs für Rechenzentren finden reißenden Absatz. KeyBanc prognostiziert zudem, dass der spezifische KI-Umsatz im Jahr 2026 – gestützt durch die nächste Generation der MI355- und MI450-Beschleuniger – zwischen 14 und 15 Milliarden US-Dollar liegen könnte.

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Analysten reagieren sofort

Die Finanzwelt reagierte prompt auf diese Signale der Stärke. KeyBanc bestätigte die Einstufung "Overweight" und hob das Kursziel auf 270 US-Dollar an, was weiteres Aufwärtspotenzial impliziert. Auch Bernstein-Analyst Stacy Rasgon korrigierte sein Ziel nach oben – von 200 auf 225 US-Dollar. Er verwies dabei auf die deutlich verbesserte Sichtbarkeit im Servergeschäft und fortlaufende Marktanteilsgewinne gegenüber der Konkurrenz.

An der Börse spiegelte sich dieser Optimismus direkt wider: Die Aktie kletterte auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 252,80 US-Dollar, was gleichzeitig dem aktuellen Kurs entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Plus von über 13 Prozent.

Strategische Weichenstellungen

Abseits der Kursentwicklung stärkt der Konzern seine Führungsriege. Mit KC McClure, der ehemaligen Finanzchefin von Accenture, zieht eine erfahrene Expertin in den Vorstand ein, um die komplexe Skalierung des Rechenzentrumsgeschäfts finanziell zu begleiten. Gleichzeitig vertieft AMD strategische Partnerschaften, unter anderem mit Tata Consultancy Services (TCS), um die KI-Adoption in Unternehmen zu beschleunigen und Hardware-Dominanz in langfristige Software-Ökosysteme zu übersetzen.

Der Fokus richtet sich nun auf den 3. Februar 2026. Dann wird AMD seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von etwa 1,20 US-Dollar bei einem Umsatz von 9,25 Milliarden US-Dollar. Ein Übertreffen dieser Erwartungen, kombiniert mit der Bestätigung des massiven Auftragsbestands für 2026, würde die aktuelle Bewertung fundamental untermauern.

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