AMD Aktie: Scharfe Korrektur
AMD gerät am Freitag deutlich unter Druck, obwohl Analysten eigentlich jubeln. Der Halbleiter-Spezialist wird in Sippenhaft genommen, nachdem der Rivale Intel einen enttäuschenden Ausblick lieferte. Zusätzlich belasten Sorgen um das China-Geschäft die Stimmung, während die Auftragsbücher für das Jahr 2026 eigentlich prall gefüllt sind.
Sippenhaft und China-Sorgen
Auslöser für den deutlichen Kursrutsch auf das Niveau von rund 233 US-Dollar ist vor allem die Konkurrenz. Intel schockte die Märkte am Donnerstagabend mit der Warnung vor einem schwierigen ersten Quartal 2026 aufgrund akuter Lieferengpässe und leerer Lagerbestände. Diese Hiobsbotschaft löste einen Abverkauf im gesamten Halbleitersektor aus, dem sich auch AMD nicht entziehen kann. Anleger bewerten die kurzfristigen Risiken für den Chipmarkt neu.
Zusätzlich drückt die Geopolitik auf die Stimmung. Marktteilnehmer reagieren nervös auf Berichte über neue Unsicherheiten bei Exportlizenzen für China. Es besteht die Befürchtung, dass behördliche Genehmigungen für Hochleistungschips weiteren Verzögerungen unterliegen könnten – ein kritisches Risiko für den Umsatz im wichtigen asiatischen Markt.
Analysten bleiben optimistisch
Fundamental sieht die Lage laut Wall Street jedoch ganz anders aus als der heutige Kurszettel vermuten lässt. KeyBanc Capital Markets erhöhte das Kursziel sogar auf 270 US-Dollar und verwies auf eine enorme Nachfrage. Die neuen Turin-Server-CPUs seien für das gesamte Jahr 2026 quasi ausverkauft. Analysten sehen Spielraum für Preiserhöhungen von bis zu 15 Prozent, da Cloud-Giganten händeringend nach Hardware suchen. Auch Bernstein bleibt positiv gestimmt und passte das Ziel auf 225 US-Dollar an, getrieben vom KI-Boom.
Auch technisch liefert AMD: Das Unternehmen bestätigte die Veröffentlichung des neuen Adrenalin 26.1.1 Treibers, der die KI-Systemkonfigurationen verbessern soll. Diese Produktfortschritte gehen im aktuellen Marktumfeld jedoch unter.
Blick auf die Zahlen
Der aktuelle Rücksetzer beendet vorerst eine beeindruckende Serie, nachdem die Aktie am Donnerstag noch bei 253,60 US-Dollar geschlossen hatte und in den letzten zwölf Monaten um über 114 Prozent zulegen konnte. Während Intel mit der Produktion kämpft, ist bei AMD eher die Bewältigung der massiven Nachfrage die Herausforderung.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 3. Februar 2026. Dann präsentiert AMD seine Zahlen für das vierte Quartal. Entscheidend wird neben der Verteidigung der psychologisch wichtigen Unterstützung bei 230 US-Dollar vor allem der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte sein. Hier erwarten Experten konkrete Details zur strategischen Partnerschaft mit OpenAI, die als wesentlicher Umsatztreiber gilt.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








