AMD hat am Mittwoch ein Kursfeuerwerk gezündet – plus über 7 Prozent auf 249,76 US-Dollar. Der Grund: Gleich mehrere Wall-Street-Analysten hoben ihre Einschätzungen an und verwiesen auf eine explosive Entwicklung im Servergeschäft. Die Kernbotschaft: AMD hat für 2026 praktisch keine CPUs mehr auf Lager.

Server-Prozessoren für 2026 fast vollständig ausverkauft

KeyBanc-Analyst John Vinh lieferte die wohl bemerkenswerteste Einschätzung: AMD sei bei Server-CPUs für das gesamte Jahr 2026 nahezu ausverkauft. Die Investmentbank bestätigte ihr "Overweight"-Rating mit einem Kursziel von 270 US-Dollar und verwies auf die außergewöhnliche Nachfrage nach den Turin-Datencenter-Prozessoren.

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Vinh erwartet, dass AMD bei der Vorlage der Quartalszahlen am 3. Februar die Konsensschätzungen übertreffen wird. Die Knappheit sei so ausgeprägt, dass Preiserhöhungen von bis zu 15 Prozent möglich seien, während Hyperscaler um verfügbare Kapazitäten kämpfen.

Die wichtigsten Analystenpunkte im Überblick:

  • KeyBanc hält an 270-US-Dollar-Kursziel fest (Rating: "Overweight")
  • Bernstein erhöhte Kursziel von 200 auf 225 US-Dollar
  • Server-CPU-Lagerbestände für 2026 nahezu erschöpft
  • Mögliche Preisanhebungen von bis zu 15 Prozent
  • Epyc-Prozessorumsätze sollen 2026 um 30 Prozent steigen

OpenAI-Partnerschaft als zusätzlicher Wachstumstreiber

Bernstein-Analyst Stacy Rasgon hob sein Kursziel um 12,5 Prozent an und nannte die hochperformanten Epyc-Prozessoren als zentralen Wachstumsfaktor. Für 2026 prognostiziert er einen Umsatzanstieg bei Epyc um 30 Prozent.

Besonders interessant: Rasgon verwies explizit auf die Partnerschaft mit OpenAI als bedeutenden Umsatzkatalysator. Die Zusammenarbeit soll ab der zweiten Jahreshälfte 2026 zu KI-bezogenen Erlösen beitragen.

Parallel verstärkte AMD seine Führungsstruktur mit der Berufung von KC McClure, ehemaliger CFO von Accenture, in den Verwaltungsrat – ein Schritt, der angesichts des AI-Infrastruktur-Booms zusätzliche Finanzexpertise bringt.

Quartalszahlen am 3. Februar im Fokus

AMD handelt derzeit nahe seines 52-Wochen-Hochs von 267,08 US-Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei über 407 Milliarden US-Dollar. Das Forward-KGV von 33 zeigt allerdings, dass hohe Wachstumserwartungen bereits eingepreist sind.

Am 3. Februar folgt die Bewährungsprobe: AMD legt die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Das Datencenter-Segment steht dabei im Mittelpunkt – das Management hatte zuvor eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von mindestens 60 Prozent bis 2030 für diesen Bereich in Aussicht gestellt. Ob AMD diese ambitionierten Ziele untermauern kann, wird die Richtung für den weiteren Jahresverlauf vorgeben.

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