Amazon Aktie: Zoff mit Washington!
Amazon gerät mit der US-Regierung aneinander über Zolltransparenz-Pläne, während wichtige Partner wie UPS Stellen streichen. Wie reagiert der Markt?
Da braut sich was zusammen: Amazon gerät ins Kreuzfeuer der Politik. Ein angeblicher Plan, US-Zölle für Kunden sichtbar zu machen, hat das Weiße Haus auf die Palme gebracht. Handelt es sich um ein Missverständnis oder den Beginn einer handfesten Auseinandersetzung?
"Feindseliger Akt": Trump-Regierung empört
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Berichte machten die Runde, der Online-Handelsriese wolle die Auswirkungen von US-Zöllen direkt bei den Produktpreisen auf seiner Plattform aufschlüsseln. Kunden sollten demnach genau sehen können, welcher Preisanteil auf die von der Trump-Administration verhängten Abgaben zurückzuführen ist. Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht lange auf sich warten und fiel ungewöhnlich scharf aus.
Pressesprecherin Karoline Leavitt bezeichnete das kolportierte Vorhaben als „feindseligen und politischen Akt“. Sie zog Vergleiche zur Inflation unter der Biden-Regierung und warf die Frage auf, warum Amazon nicht damals Preiserhöhungen transparent gemacht habe.
Amazon rudert zurück – Aktie zuckt
Der Konzern selbst wiegelte jedoch schnell ab. Die Überlegung, Importgebühren bei bestimmten Produkten aufzulisten, habe es lediglich für den sehr preissensiblen „Amazon Haul“-Store gegeben. Für die Haupt-Website sei dies nie eine Option gewesen, und umgesetzt wurde bisher nichts.
Trotz des Dementis zeigte die Aktie Nerven. Im vorbörslichen Handel rutschte das Papier zunächst über 2 Prozent ab. Im späteren Handel konnte der Kurs einen Teil der Verluste zwar wieder aufholen, notierte aber zuletzt immer noch rund 1 Prozent im Minus. Ein klares Zeichen, wie sensibel Anleger auf politische Störfeuer reagieren.
Schlechte Omen: Wenn Partner wackeln
Doch die Nervosität hat tiefere Wurzeln. Die allgemeine Unsicherheit im Handel, angeheizt durch Zölle, hinterlässt Spuren. Das zeigt sich deutlich am Beispiel von United Parcel Service (UPS). Der Logistikriese, einer der wichtigsten Partner von Amazon, kündigte die Streichung von 20.000 Stellen und die Schließung von 73 Standorten an.
Die Begründung? Man wappne sich für einen möglichen Rückgang des Geschäfts mit dem größten Kunden Amazon und reagiere auf die unsichere Wirtschaftslage infolge der Zölle. Im Jahr 2024 machte Amazon immerhin 11,8 Prozent des UPS-Gesamtumsatzes aus. Wenn ein derart wichtiger Partner den Gürtel enger schnallt und explizit auf Amazon verweist, ist das kein gutes Zeichen. Der UPS-Chef sprach von potenziellen Auswirkungen auf den Handel, wie es sie seit über 100 Jahren nicht gegeben habe.
Die Episode zeigt: Amazon bewegt sich auf dünnem Eis, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Auch wenn der Konzern die Wogen um die Zoll-Anzeige vorerst glättet, die Nervosität angesichts des Handelsstreits und seiner konkreten Folgen für wichtige Partner bleibt spürbar.
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