Goldman Sachs schraubt das Kursziel für die Allianz deutlich nach oben – von 361 auf 404 Euro. Gleichzeitig warnt die Konzerntochter Allianz Trade vor dramatisch steigenden KI-gestützten Betrugsfällen. Zwei Nachrichten, die zeigen: Der Münchner Versicherungsriese steht vor neuen Chancen und Risiken zugleich.

Kursziel steigt um über 40 Euro

Analyst Andrew Baker von Goldman Sachs traut der Allianz deutlich mehr zu als bisher. Das neue Kursziel liegt bei 404 Euro – ein Aufschlag von über zehn Prozent gegenüber der alten Einschätzung.

Trotz der optimistischen Neubewertung bleibt Baker bei seinem "Neutral"-Rating. Seine Begründung: Die Kursdynamik im gesamten Versicherungssektor lässt nach, zudem wachsen die Herausforderungen im Schaden- und Unfallgeschäft. Dennoch signalisiert das höhere Kursziel Vertrauen in die fundamentale Stärke des Konzerns.

Die wichtigsten Kennzahlen:

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  • Neues Kursziel Goldman Sachs: 404,00 Euro
  • Erwartete Dividendenrendite: rund 4,04%
  • KGV: circa 14
  • Marktkapitalisierung: etwa 142 Milliarden Euro

BlackRock stockt auf

Zusätzlichen Rückenwind liefert eine Stimmrechtsmitteilung von BlackRock. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat seine Position ausgebaut und kontrolliert nun 8,36 Prozent der Stimmrechte. Solche Engagements institutioneller Schwergewichte gelten als Zeichen langfristigen Vertrauens.

Allianz Trade schlägt Alarm

Die operativen Herausforderungen werden unterdessen greifbarer. Allianz Trade, die Kreditversicherungstochter des Konzerns, meldet einen drastischen Anstieg von Betrugsfällen durch Künstliche Intelligenz. Besonders der sogenannte "Fake President"-Betrug – bei dem Mitarbeiter durch täuschend echte Deepfakes zu Überweisungen verleitet werden – verursacht immer höhere Schäden.

Diese Entwicklung birgt Risiken, eröffnet aber auch neue Geschäftsfelder. Spezialisierte Cyber- und Betrugsversicherungen werden zur wachsenden Nachfragequelle. Die Allianz positioniert sich in diesem Segment bereits seit längerem.

Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken

Die Allianz bewegt sich damit in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Das gestiegene Analystenkursziel und das Vertrauen von Großinvestoren wie BlackRock stützen die Bewertung. Die Aktie notiert aktuell bei 369 Euro und liegt damit rund 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 460 Euro. Gleichzeitig zeigen die zunehmenden Cyberkriminalitäts-Risiken, dass der Konzern seine Schadenmodelle und Risikoeinschätzungen laufend anpassen muss.

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