Ein Cyber-Angriff, der die US-Gesundheitspolitik auf den Plan ruft, versus ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm – der Versicherer Aflac steckt in einem klassischen Zerrspiel. Während das Unternehmen finanziell robust dasteht und Aktionäre mit einer massiven Rückkaufoffensive belohnt, könnte ausgerechnet ein Datenskandal aus dem Juni jetzt für unangenehme Überraschungen in Washington sorgen.

Überraschende Gewinnstärke trotz Umsatzrückgangs

Die jüngsten Quartalszahlen vom 5. August brachten ein gemischtes Bild: Zwar übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,78 US-Dollar die Erwartungen der Analysten, doch der Umsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar fiel enttäuschend aus und lag 19 Prozent unter dem Vorjahreswert. Verantwortlich für diese Diskrepanz waren vor allem Verluste aus Kapitalanlagen. Operativ überzeugte Aflac dagegen mit starken Verkäufen neuer Krebsversicherungen in Japan und einer robusten Kundenbindung im US-Geschäft.

Machtdemonstration: 100 Millionen Aktien sollen zurück

Nur eine Woche nach den Zahlen sendete der Vorstand ein klares Vertrauenssignal: Die Rückkaufgenehmigung wurde um satte 100 Millionen Aktien aufgestockt. Zusammen mit den bereits vorhandenen Kontingenten stehen nun rund 130,9 Millionen Aktien – ein milliardenschweres Programm, das Managementvertrauen und finanzielle Stärke demonstrieren soll.

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Cyber-Vorfall eskaliert zum Politikum

Doch parallel zur finanziellen Stärke wächst ein politisches Risiko: Der bereits am 12. Juni gestoppte Cyber-Angriff entwickelt sich zum gefährlichen Damoklesschwert. Ein US-Senatsausschuss unter der Leitung der Senators Bill Cassidy und Maggie Hassan forderte CEO Daniel Amos in einem Schreiben vom 22. August zur umfassenden Aufklärung des Vorfalls auf. Betroffen sind sensible Daten including Sozialversicherungsnummern und Gesundheitsinformationen von Kunden und Mitarbeitern – brisantes Material in Zeiten erhöhter Cyber-Sensibilität.

Ausblick: September-Deadline entscheidend

Bis zum 5. September muss Aflac antworten – dieses Datum könnte zum nächsten kurstreibenden Event werden. Gelingt es dem Unternehmen, die regulatorischen Bedenken auszuräumen und gleichzeitig die operative Stärke beizubehalten? Oder wird der Cyber-Vorfall zum anhaltenden Reputationsrisiko? Die Aktie steht aktuell leicht im Plus, aber die wahren Bewährungsproben stehen noch aus.

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