Adobe steckt in einem Dilemma. Auf der einen Seite feiert der Software-Riese mit seiner Analytics-Sparte Erfolge und schnappt sich für 1,9 Milliarden Dollar den SEO-Spezialisten Semrush. Auf der anderen Seite hat die Aktie seit Jahresanfang über ein Drittel an Wert verloren – und Analysten sind sich uneins, ob die KI-Transformation gelingt oder ins Stocken gerät. Steht Adobe vor einem Comeback oder droht weiterer Druck?

Black Friday als Stärke-Beweis

Die Adobe-Analytics-Division liefert beeindruckende Zahlen: Am Black Friday gaben US-Käufer 8,6 Milliarden Dollar online aus – ein Plus von 9,4 Prozent im Jahresvergleich. Adobe trackt über eine Billion Besuche auf US-Handelsseiten und prognostiziert für den Cyber Monday einen neuen Rekord von 14,2 Milliarden Dollar Umsatz.

Diese Daten unterstreichen Adobes dominante Position im E-Commerce-Tracking. Doch während die Analytics-Sparte glänzt, kämpft das Kerngeschäft mit kreativem Software-Angebot gegen wachsenden Wettbewerbsdruck durch KI-Tools.

Milliarden-Deal soll KI-Lücke schließen

Mit der Übernahme von Semrush für 12 Dollar je Aktie will Adobe seine Stellung im Bereich Markensichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung ausbauen. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden – über 75 Prozent der Semrush-Stimmrechte sind bereits gesichert.

Strategische Eckpunkte:
- Fokus auf Generative Engine Optimization (GEO)
- Integration von SEO-Fähigkeiten in die Adobe-Plattform
- Gesamtwert: 1,9 Milliarden Dollar in bar

Anil Chakravarthy, Präsident von Adobes Digital Experience Business, betont: "Generative KI formt die Markensichtbarkeit neu." Der Deal zielt darauf ab, Marketern umfassende Einblicke über eigene Kanäle, große Sprachmodelle und klassische Suchmaschinen zu liefern.

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Wall Street bleibt gespalten

Die Analystenmeinungen gehen weit auseinander. Während Piper Sandler ein Kursziel von 470 Dollar ausgibt und DA Davidson sogar 600 Dollar für möglich hält, warnt TD Cowen vor verlangsamtem Umsatzwachstum und belässt es bei einem Hold-Rating mit 420-Dollar-Ziel.

Barclays hebt hervor, dass Adobes KI-basierte ARR sich mehr als verdoppelt hat. Evercore ISI lobt die soliden Zahlen bei Umsatz und Gewinn. Doch die Skepsis bleibt: Der Konsens liegt bei nur 428,96 Dollar – deutlich unter den Höchstständen.

Institutionelle Investoren uneinig

Mit einer institutionellen Quote von 81,79 Prozent zeigt sich auch hier ein gespaltenes Bild. UBS Asset Management stockte massiv um 67,1 Prozent auf, D.E. Shaw sogar um 367,5 Prozent. Gleichzeitig reduzierten Capital World Investors ihre Position um 38,1 Prozent und Polen Capital Management verkaufte fast die Hälfte.

Diese Bewegungen spiegeln die Unsicherheit wider: Gelingt Adobe der KI-Umbau oder verliert der Konzern im Wettbewerb mit agileren Konkurrenten an Boden? Im dritten Quartal übertraf Adobe mit 5,31 Dollar Gewinn je Aktie die Erwartungen – doch die Erholung der schwer gebeutelten Aktie lässt weiter auf sich warten.

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