Der Talboden scheint erreicht

„Das Ende der Talfahrt dürfte mittlerweile zwar erreicht sein, das heißt jedoch nicht, dass eine Trendwende schon unmittelbar bevorsteht. Eine Erholung der heimischen Wirtschaft ist noch nicht in Sicht“, kommentiert UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer die neuen Zahlen des hauseigenen Konjunkturindikators. 2023 wird ein BIP-Plus kleiner 1,0 Prozent erwartet - minus 0,5 Prozent dürften es heuer sein. (Un)lustiges Detail am Rande: heuer wird die Teuerung in Österreich das sechszehnte Jahr in Folge höher als im Euroraum sein. Mehr dazu gibt’s hier.

 

Soll / Ist Kapsch TrafficCom erzielte im 2. Quartal des Geschäftsjahrs 2023/24 einen Umsatz von 134,3 Millionen Euro (+/-0,0%), ein EBITDA von 80,9 Mio. Euro (nach 9,0 Mio.) ein EBIT von 76,3 Mio. (nach 4,2 Mio.) und einen Überschuss von 53,0 Mio. Euro (nach 3,1 Mio.) - entsprechend 4,04 Euro je Aktie (nach 0,12). Bloomberg-Konsens-Analysten-Schätzung zu den Zahlen gab es keine. In Summe der ersten zwei Quartale ergibt sich ein Umsatz von 266,4 Mio. Euro (+0,6%) ein EBITDA von 82,4 Mio. Euro (+499%), ein EBIT von 73,1 Mio. (+1455%) und einen Überschuss von 47,1 Mio. Euro (nach plus 1,8 Mio.) - entsprechend 3,59 Euro je Aktie (nach 0,02). Aktuell gibt es von Analysten 3x Kaufen, 0x Halten und 0x Verkaufen als Empfehlung bei einem mittleren Kursziel von 16,7 Euro - Potenzial: plus 81 Prozent.

 

Penthouses in Motion (Wolfgang Matejka)

Die Immobilienmisere in Europa hat nun die USA eingeholt. ­Während die nordamerikanischen ­Häuslbauer ­bisher recht selbstbewusst mit dem ­Umstand gestiegener Zinsen ­umgegangen sind, sind nun ihre reichen ­Pendants in New York in der Zwickmühle.

 

Siemens Healthineers –Strategien für den ­Seitwärtstrend

Das Discount-Zertifikat der SG mit einem Cap bei 45 Euro (DE000SQ72P06) kostet 41,80 Euro und generiert somit eine maximale Rendite von 3,20 Euro oder 12,3 Prozent p.a. Sollte die Aktie am 21.6.24 unterhalb des Caps schließen, erhalten Anleger die Lieferung einer Aktie.

Das Capped-Bonus-Zertifikat der BNP Paribas (ISIN: DE000PE9Y413) zahlt den Bonus- und Höchstbetrag von 48 Euro, sofern die Barriere bei 40 Euro bis zum 21.6.24 niemals verletzt wird. Beim Preis von 44,54 Euro ist das Produkt ganze 6,3 Prozent günstiger als die Aktie und liefert maximal 3,46 Euro oder 12,5 Prozent p.a. Rendite. Barausgleich in allen Szenarien.

 

Trading-Idee: Platin - Steiler Konter

Trading-Idee: Siemens: Im Ausbruchsmodus?

Trading-Idee: Delivery Hero - Erholungsrally

Trading-Idee: Visa – bis die Karte glüht

Trading-Idee: Fresenius - Kurzfristig überkauft

 

Life Style

Wiener Stadthalle: Andrea Bocelli

Wien: Austrofreds Barcelona

Winterwonderland Schönbrunn

 

MIX

»Analysen zu österreichischen Aktien. Bernstein bestätigt für ams-OSRAM die Empfehlung Kaufen - und reduziert das Kursziel von 7,0 auf 4,0 CHF. Letzter Schlusskurs: 3,295 CHF - durchschnittliches Kursziel: 5,29 CHF. Kepler Cheuvreux bestätigt für Valneva die Empfehlung Kaufen - und erhöht das Kursziel von 9,0 auf 9,3 Euro. Letzter Schlusskurs: 5,97 Euro - durchschnittliches Kursziel: 10,42 Euro.< »UBM wird morgen die noch ausstehenden 91,05 Mio. Euro der 3,125% UBM-Anleihe 2018-2023 nach fünf Jahren pünktlich zurückführen. Dadurch reduziert sich der zukünftige jährliche Zinsaufwand der UBM um 2,85 Mio. Euro.< »Varta. Laut Bloomberg-Meldung reduzierte Sih Partners die Netto-Short-Position um 8,59% auf nun 2,34 Prozent des Aktienkapitals. Die offiziell gemeldeten Leerverkaufspositionen machen insgesamt 3,61% des Kapitals aus.< »Wiener Börse begrüßt mit der Barclays Bank Ireland PLC ein neues internationales Handelsmitglied. < »Internationale Branchennews. Die Unterkünfte-Plattform Airbnb <US0090661010> stärkt ihre Ambitionen bei Künstlicher Intelligenz mit den Kauf des neuen Start-ups von einem der Erfinder von Apples Sprachassistentin Siri. Airbnb nannte keinen Kaufpreis, aber nach Informationen des Wirtschaftssenders CNBC lag er knapp unter 200 Millionen Dollar (rund 184 Mio Euro). An was genau das Start-up Gameplanner.ai arbeitet, ist nicht bekannt - es war noch im sogenannten "stealth mode", in die junge Firmen sozusagen unter dem Radar agieren. Fantasie in puncto Einstieg eines neuen Großaktionärs treibt heute die Aktien von Ceconomy <DE0007257503> an. Laut "Manager Magazin" soll der chinesische Anbieter JD.com Interesse an einem Einstieg haben. Beim Arzneimittelhersteller Dermapharm <DE000A2GS5D8> floriert auch nach neun Monaten das Geschäft. Das Unternehmen profitierte vom guten Lauf der Tochter Arkopharma und einer gestiegenen Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Extrakten. Damit konnte der Konzern die auslaufende Impfstoffproduktion für Biontech <US09075V1026> abfedern. Laut Konzernangaben stieg der Umsatz von Januar bis September um 18 Prozent auf knapp 867 Millionen Euro. Weil jedoch noch zwei Segmente des Konzerns mit einem rückläufigen Verdienst kämpfen, kletterte das für die Prognose maßgebliche bereinigte EBITDA nur vergleichsweise leicht um knapp zwei Prozent auf rund 244 Millionen Euro. Die Robotaxi-Firma Cruise hat als Reaktion auf einen Unfall mit einer Fußgängerin in San Francisco nun alle ihre Fahrten auf öffentlichen Straßen ausgesetzt. Damit wolle man das Vertrauen zurückgewinnen, während Untersuchungen liefen, teilte das zum Autoriesen General Motors <US37045V1008> gehörende Unternehmen mit. Die Aroundtown <LU1673108939>-Tochter Grand City Properties <LU0775917882> hat in den ersten neun Monaten von einer starken Nachfrage nach Wohnraum profitiert. Die Nettomieterlöse stiegen bis Ende September um vier Prozent auf 307,5 Millionen Euro. Allerdings drückten im Berichtszeitraum höhere Finanzierungskosten auf den operativen Gewinn (FFO1). Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Immobilienkonzern. In den ersten neun Monaten ging das operative Ergebnis (FFO 1) um zwei Prozent auf 141 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich machte der Immobilienkonzern wegen einer niedrigeren Neubewertung des Immobilienbestands einen Verlust von fast 398 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum gab es einen Gewinn von knapp 273 Millionen Euro. Der Chiphersteller Infineon <DE0006231004> traut sich nach einem überraschend guten Jahresendspurt für das neue Geschäftsjahr 2023/2024 weiteres Wachstum zu. Der Umsatz der zwölf Monaten bis Ende September soll auf 16,5 bis 17,5 Milliarden Euro steigene. Davon sollen in der Mitte der Spanne rund 24 Prozent als Segmentergebnis bei Infineon bleiben. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr will der Vorstand den Aktionären 0,35 Euro je Aktie zahlen. Im Jahr zuvor gab es 0,32 Euro. Siemens Energy <DE000ENER6Y0> erwartet für sein kriselndes Windturbinengeschäft Siemens Gamesa auch im laufenden Geschäftsjahr einen Milliardenverlust. Dieser dürfte 2023/24 (30. September) bereinigt um Sondereffekte bei rund zwei Milliarden Euro liegen. Gamesa kämpft mit Qualitätsproblemen mit Landturbinen, Anlaufschwierigkeiten bei Meeresanlagen sowie deutlich höheren Kosten. Die Rückkehr zur Gewinnschwelle sieht das Management um Konzernchef Christian Bruch erst im Geschäftsjahr 2026. Das Windgeschäft hat Siemens Energy im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerissen. Das Unternehmen wies 2022/23 (per Ende September) einen Verlust nach Steuern von knapp 4,6 Milliarden Euro, nach einem Minus von 712 Millionen Euro im Vorjahr. Im laufenden Geschäftsjahr sollen Verkäufe das Ergebnis stützen. Siemens Energy erwartet 2,5 Milliarden bis 3,0 Milliarden Euro Mittelzuflüsse aus Veräußerungen und eines beschleunigten Portfolioumbaus. Einschließlich dessen geht das Unternehmen 2023/24 von einem Ergebnis nach Steuern von bis zu einer Milliarde Euro aus.< »Internationale Analysenews. Goldman Sachs hat das Kursziel für Delivery Hero <DE000A2E4K43> von 53,90 auf 54,30 Euro angehoben und die Papiere auf der "Conviction Buy List" belassen. Jefferies hat das Kursziel für Kion <DE000KGX8881> von 48 auf 53 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Goldman Sachs hat das Kursziel für LEG <DE000LEG1110> von 51,40 auf 50,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Goldman Sachs hat das Kursziel für Teamviewer <DE000A2YN900> von 24,50 auf 23,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Berenberg hat die Bewertung der Papiere von Washtec <DE0007507501> beim Kursziel von 43 Euro mit "Buy" gestartet.< »Internationale Konjunkturnews. In China gibt es Hoffnungssignale für die zuletzt schwächelnde Wirtschaft: Im Oktober legte der Einzelhandel deutlich stärker zu als zuletzt und als von Experten erwartet. Auch das Wachstum der Industrieproduktion beschleunigte sich überraschend etwas. Der Umsatz im Einzelhandel legte im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent zu. Das ist der stärkste Anstieg seit Mai. Von Bloomberg befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Plus von 7,0 Prozent gerechnet. Die Produktion in der Industrie stieg um 4,6 Prozent. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass der Wert auf dem Vormonatsniveau von 4,5 Prozent verharrt. Die japanische Wirtschaft ist in den Sommermonaten geschrumpft. Von Anfang Juli bis Ende September ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent zurück. Analysten hatten im Schnitt einen wesentlich moderateren Rückgang um 0,4 Prozent erwartet.< <APA/dpa-AFX/Bloomberg/Reuters/red>