BERLIN (dpa-AFX) - In ganz Deutschland wollen Menschen ab heute gegen steigende Mieten auf die Straße gehen. Die von der Kampagne "Mietenstopp" initiierten Aktionstage umfassen etwa Kundgebungen, Fotoaktionen und Gespräche mit Betroffenen. "Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen 30, 40 oder sogar mehr Prozent ihres Einkommens nur für die Miete ausgeben", sagte Stefan Körzell vom Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) der Deutschen Presse-Agentur.

Der DGB unterstützt die bis Sonntag dauernden Veranstaltungen, zu der insgesamt rund 180 Partner-Organisationen aufrufen. Körzell nannte die Mietenentwicklung einen "sozialpolitischen Skandal". Verschärft werde dadurch auch der Fachkräftemangel: "Immer mehr Beschäftigte finden keine bezahlbare Wohnung mehr in der Nähe ihres Arbeitsortes."

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Demonstrationen sind etwa in München, Köln und Bremen geplant. Kernforderung von DGB und der Kampagne ist ein Mietenstopp für sechs Jahre. Nach einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Nettokaltmieten seit 2010 um 64 Prozent geklettert, zuletzt sowohl im Bestand als auch bei Neubauten binnen eines Jahres um rund vier Prozent./bw/DP/zb

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