Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiterhin sehr schwach gezeigt. Der heimische Leitindex ATX verlor bis 14.45 Uhr 1,28 Prozent auf 3.584,47 Einheiten, der breiter gefasste ATX Prime gab um 1,12 Prozent auf 1.797,69 Zähler nach. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es bergab.

Zu Wochenschluss könnte der große Verfall an den Terminbörsen noch seine Spuren hinterlassen. Zu diesen Terminen können Aktienkurse und auch Indizes ohne wesentliche Nachrichten spürbar schwanken. Der ATX-Verfall zu Mittag sorgte allerdings kaum für Bewegung. Außerdem sind die Blicke zum Wochenschluss auf Stimmungsindikatoren aus der europäischen und der US-Wirtschaft gerichtet.

In Wien drückten weiterhin schwache Bankaktien auf den Leitindex. Die im ATX schwer gewichteten Papiere von Raiffeisen Bank International büßten 2,9 Prozent ein, BAWAG fielen um 2,7 Prozent und Erste Group büßten 2,1 Prozent ein.

Eine Analystenstimme kam zur Immofinanz. Die Analysten der Erste Group haben ihr Rating für die Aktien des Immo-Konzerns von "Hold" auf "Reduce" zurückgenommen und gleichzeitig das Kursziel von 18,6 auf 22,5 Euro angehoben. Die Aktien rutschten um 9,4 Prozent auf 21,65 Euro ab.

Andritz hingegen legten 0,6 Prozent auf 57,85 Euro zu. Die Analysten der Baader Bank haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Anlagenbauers bestätigt. Auch das Kursziel von 83,0 Euro wurde beibehalten.

OMV gaben 0,8 Prozent nach. Der Konzern hat vom norwegischen Energieministerium eine zweite CO2-Speicherlizenz erhalten. Bei der Lizenz mit dem Namen "Iroko" geht es um eine Speicherkapazität von insgesamt rund 215 Mio. Tonnen CO2, wobei jährlich mehr als 7,5 Mio. Tonnen in der norwegischen Nordsee eingelagert werden können.

Datenseitig kamen Stimmungsindikatoren aus der europäischen Wirtschaft. Das Wachstum der Wirtschaft im Euroraum hat sich im Juni überraschend abgeschwächt. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Zähler auf 50,8 Punkte. Der Indikator zeigt bei Werten über 50 ein Wachstum an.

In den USA stehen der Index der Frühindikatoren und die Zahl der Eigenheimverkäufe im heutigen Datenkalender. "Ersterer wird rückläufig erwartet und bei Letzteren sollte eine Enttäuschung nicht ausgeschlossen werden, denn die Zahl der schwebenden Hausverkäufe war im Vormonat deutlich gesunken. Die Zinssenkungserwartungen könnten daher wieder zulegen", schreiben die Experten der Helaba.

kat/spa

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