Der Wohnimmobilienkonzern reduziert Verluste deutlich, erhöht die Dividende überraschend stark und bestätigt seinen Wachstumskurs ab 2025 trotz Branchenkrise.


Der deutsche Wohnimmobilienkonzern Vonovia erzielte im Geschäftsjahr 2024 deutliche Fortschritte auf seinem Konsolidierungskurs, obwohl das Unternehmen das dritte Jahr in Folge mit einem Verlust abschloss. Der Fehlbetrag belief sich auf 962,3 Millionen Euro, was jedoch eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresverlust von fast 6,8 Milliarden Euro darstellt. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Dividendenpolitik wider: Für 2024 schlägt der Vorstand eine signifikante Erhöhung der Ausschüttung auf 1,22 Euro je Aktie vor, nach 90 Cent im Vorjahr. Die Erhöhung übertrifft die Analystenerwartungen, die im Durchschnitt bei 1,19 Euro lagen. Der für die Dividende relevante bereinigte Vorsteuergewinn (adjusted EBT) reduzierte sich zwar leicht auf 1,80 Milliarden Euro, lag aber am oberen Rand der selbst gesteckten Zielspanne von 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro. Operativ konnte Vonovia seinen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 1,6 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro steigern, was hauptsächlich auf gute Geschäfte mit Zusatzleistungen zurückzuführen ist.

Wachstumsstrategie ab 2025 bestätigt

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"Wir kommen früher aus der Krise als viele andere", betonte der Unternehmensleiter bei der Vorstellung der Jahreszahlen. Der Konzern bestätigte seine im November veröffentlichten Ziele für 2025 und 2028 und plant, nach zwei Jahren der Konsolidierung, Liquiditätsgenerierung und des Schuldenabbaus durch Portfolioverkäufe ab 2025 wieder auf Wachstum umzuschalten. Vonovia profitierte im vergangenen Jahr wie andere Vermieter von der hohen Nachfrage nach Wohnraum in Ballungsgebieten. Die durchschnittliche Miete stieg um 3,5 Prozent auf 8,01 Euro pro Quadratmeter, in Deutschland lag der Wert bei 7,89 Euro. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen seine "Hausaufgaben gemacht" und sieht sich gut positioniert, um seinen Wachstumskurs fortzusetzen. Diese Zuversicht kommt zu einer Zeit, in der die gesamte Immobilienbranche noch mit den Nachwirkungen der Bewertungskorrekturen zu kämpfen hat.

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