Der Schweizer Industriekonzern verzeichnet deutliche Ertragseinbußen durch Projektverzögerungen und Cyberangriff, plant aber weiterhin Ausschüttungen an Aktionäre


Die Schlatter Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen massiven Gewinnrückgang. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um mehr als 70 Prozent auf nur noch 2,0 Millionen Franken (Vorjahr: 7,1 Millionen Franken), während der Reingewinn nach Minderheiten mit 1,5 Millionen Franken sogar um fast 75 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Auch beim Nettoerlös musste das Schweizer Industrieunternehmen Einbußen hinnehmen – dieser reduzierte sich auf 113,2 Millionen Franken, was einem Rückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Auftragseingang entwickelte sich ebenfalls rückläufig und belief sich auf 101,6 Millionen Franken gegenüber 113,1 Millionen Franken im Jahr 2023. Besonders belastend wirkten sich verspätete Inbetriebnahmen von Kundenprojekten im Segment Schweissen aus, die zu hohen Mehrkosten und Konventionalstrafen führten. Zusätzlich fielen einmalige Belastungen durch einen Cyber-Angriff auf das Unternehmen im Sommer 2024 an. Positiv entwickelte sich hingegen das Ergebnis im Segment Weben am Standort Münster. Trotz des Gewinneinbruchs plant der Verwaltungsrat, der Generalversammlung am 6. Mai 2025 eine Gesamtausschüttung von 1,00 Franken je Aktie vorzuschlagen, bestehend aus einer Dividende von 0,50 Franken (brutto) und einer Ausschüttung aus den Kapitalreserven von 0,50 Franken je Aktie.


Vorsichtiger Ausblick für 2025

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Schlatter Industries?


Für das laufende Geschäftsjahr 2025 gibt sich das Management zurückhaltend. Obwohl die Kapazitäten dank eines hohen Auftragsbestands von 61,4 Millionen Franken zum Jahresende 2024 bereits gut ausgelastet sind, rechnet die Schlatter Gruppe mit einem tieferen Umsatz. Dennoch strebt das Unternehmen eine Steigerung des Betriebsergebnisses an. Im Fokus stehen dabei die termingerechte Umsetzung der Kundenprojekte, die Qualität in allen Bereichen sowie Innovationen. Nach Segmenten betrachtet entwickelte sich der Bereich Schweissen im vergangenen Jahr plangemäß, wobei sich der Absatz von Anlagen zur Herstellung von Industriegittern steigern ließ, während die Nachfrage nach Armierungsgitteranlagen weiter abnahm. Im Segment Weben lag der Bestellungseingang für Webmaschinen für die Papierindustrie erwartungsgemäß unter dem Vorjahr, was auf die allgemeine Zurückhaltung in den westlichen Märkten und die weitere Konsolidierung durch Kundenzusammenschlüsse zurückzuführen ist. Von einer Verschiebung der Lieferketten aufgrund der geopolitischen Situation konnte Schlatter jedoch profitieren und erhielt den Zuschlag für einen Großauftrag zur Ausrüstung einer ganzen Fabrik in der Türkei.


Schlatter Industries-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Schlatter Industries-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:

Die neusten Schlatter Industries-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Schlatter Industries-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Schlatter Industries: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...