Herta Margarete und Sandor Habsburg-Lothringen, ein Ehepaar aus dem Hause Habsburg, engagieren sich karitativ, und zwar im österreichischen Verein zur Förderung des Friedens. Wie für wohltätige Organisationen üblich, werden die Gelder von Spendern und Sponsoren für verschiedene Hilfs- bzw. Friedensprojekte verwendet. „Wohltätige Organisationen haben allerdings keine Kompetenz im Fundraising. Also habe ich angefangen, mich damit zu beschäftigen und suchte nach Möglichkeiten, einerseits aus den Spenden nachhaltiges Einkommen zu generieren, andererseits den Weg der Spende vom Spender bis zum Projekt transparent zu machen.“, erklärt Sandor Habsburg-Lothringen seinen Einstieg in die Welt der Blockchain-Technologie. Bei Blockchain handelt es sich, vereinfacht gesagt, um eine kontinuierlich erweiterbare Kette digital verbundener Kassabücher, wo jede Transferaktion als Datensatz aufgezeichnet wird und für jeden einsehbar ist, dabei aber verschlüsselt und fälschungssicher. Seit der Erfindung des Bitcoins ist die Technologie zwar in aller Munde, ihre Anwendungen gehen laut Experten aber weit über Kryptowährungen hinaus. Auch der Non-Profit-Sektor könnte dadurch tiefgreifende Veränderungen erfahren. Neben der Verringerung von Administrationskosten liegt ihr größtes Potenzial nämlich in der Chance, Vertrauen in die Verwendung von Spenden aufzubauen und damit mehr Spender anzusprechen. „Ich will am Ende des Tages dem Spender einen Social Responsibility Report aushändigen können, der ihm dokumentiert, wie viel er gegeben hat, wie viel Gewinn damit produziert wurde und wie viel, wem und auf welche Weise dann damit geholfen wurde. Die Blockchain liefert mir dafür die technische Lösung, die effizient, schnell und kostengünstig ist.“, skizziert der studierte Maschinenbauer einige der Vorteile der Blockchain-Technologie.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Datensicherheit der Blockchain. Bei diesem Konzept der dezentral geführten Kontobuchtechnologie bzw. Distributed-Ledger-Technologie (DLT) baut jede spätere Transaktion auf früheren auf und bestätigt diese als richtig, indem sie die Kenntnis der früheren beweist. Dadurch können die Datensätze der Transaktionen nicht nachträglich geändert werden, ohne die Integrität des Gesamtsystems zu beschädigen. Die Manipulation von Daten wird also erheblich erschwert. „Derzeit warte ich auf einige neue Entwicklungen innerhalb der vierten Generation der Blockchain, um sie für unsere Charity-Projekte einzusetzen.“, offenbart Habsburg-Lothringen und greift damit die Probleme der bisherigen Blockchain-Netzwerke auf, die durch die Blockchain 4.0 behoben werden. Die Netzwerke von Blockchain 1.0 (Bitcoin) und 2.0 (Ethereum und Smart Contracts = automatisierte Verträge, die Vertragslogik in Software abbilden) waren langsam, hatten hohe Transaktionskosten und verbrauchten viel Energie. Blockchain 3.0 verfügte zwar schon über ein schnelleres Netzwerk, aber einen Nachteil: der Energiebedarf ist trotzdem zu hoch. Die wichtigste Anforderung an Blockchain 4.0 betrifft die Anzahl der Transaktionen pro Tag, die deutlich gesteigert wurde. Gleichzeitig soll die Blockchain niedrige oder gar keine Transaktionskosten haben, um den Einsatz für Mikrozahlungen zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass die Bestätigungen der Transaktion schneller erfolgen können und dass der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert wird.

Außerdem geht es Sandor Habsburg-Lothringen um Funktionalität. „Unser wichtigstes Sozialengagement ist es, denen zu helfen, die sich nicht helfen können. Bei jeder Transaktion soll also ein Teil des Geldes in den Charity-Bereich fließen und dafür ausgegeben werden. Dadurch bekommt das Geld eine Bedeutung, es bewirkt etwas. Und wenn die Ressourcen hinter dem Geld nachhaltig und wertbringend sind, dann steigt der Wert nicht durch bloßen Handel und Spekulation. Beispielsweise würde ich dabei auf das Multi Synergy Konzept setzen, ein Absolute Return Konzept, das praktisch in alle Assetklassen investieren kann und eine Strategie zur Absicherung der Erträge enthält. Der Multi Synergy Index zeigt immerhin seit 14 Jahren eine jährliche Rendite von mehr als zehn Prozent.“

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