Rolls-Royce steht vor Herausforderungen durch Arbeitskampf in der Verteidigungssparte, während ein Großauftrag mit Turkish Airlines für Aufschwung sorgt. Wie stabil ist die aktuelle Lage?

Rolls-Royce steht an einem Scheideweg: Während der britische Konzern mit einem Arbeitskampf in seiner strategisch wichtigen Verteidigungssparte kämpft, sichert er sich gleichzeitig einen prestigeträchtigen Großauftrag in der zivilen Luftfahrt. Diese gegensätzlichen Entwicklungen werfen die Frage auf: Wie robust ist die aktuelle Erfolgsstory des Unternehmens wirklich?

Arbeitskampf belastet Verteidigungsgeschäft

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Seit Montag läuft bei Rolls-Royce eine "work-to-rule"-Aktion in der für Atom-U-Boote zuständigen Verteidigungssparte. Die Gewerkschaft GMB hat ihre Mitglieder dazu aufgerufen, sich strikt an vertraglich vereinbarte Arbeitsprozesse zu halten – ein Protest gegen gescheiterte Gehaltsverhandlungen.

  • Die Aktion soll einen Monat dauern
  • Sie betrifft das nukleare U-Boot-Programm des Unternehmens
  • Rolls-Royce versichert, dass nationale Sicherheit nicht gefährdet sei

Trotz der Beruhigungen des Konzerns bleibt unklar, ob die Aktion Projektzeitpläne oder Effizienz in diesem hochsensiblen Geschäftsbereich beeinträchtigen wird. Die Verteidigungssparte gilt als strategisches Rückgrat von Rolls-Royce.

Türkische Airlines als neuer Schlüsselpartner

Parallel dazu feiert der Konzern einen wichtigen Erfolg in der zivilen Luftfahrt. Mit Turkish Airlines wurde das "Strategic Türkiye Enhanced Program" (STEP) besiegelt – eine 15-jährige Partnerschaft, die weit über einen simplen Motorenliefervertrag hinausgeht.

Hintergrund ist eine Bestellung über 80 Airbus A350 mit Trent-XWB-Triebwerken, die Turkish Airlines zum weltweit größten Betreiber dieses Motorentyps macht. Besonders spannend: Beide Partner prüfen den Aufbau einer Wartungseinrichtung (MRO) in der Türkei sowie eine verstärkte lokale Zuliefererkette.

Markt bleibt optimistisch

Trotz der arbeitsrechtlichen Spannungen zeigt sich der Aktienmarkt weiterhin wohlwollend. Die Aktie notiert aktuell bei 9,07 Euro und hat seit Jahresbeginn bereits 27% zugelegt. Offenbar überwiegt bei Investoren die Freude über die positive Entwicklung im zivilen Luftfahrtgeschäft – zumindest vorerst.

Die entscheidende Frage bleibt: Kann Rolls-Royce seine operative Stabilität wahren, während es gleichzeitig versucht, in beiden Kernsparten zu expandieren? Die nächsten Wochen werden hier wohl eine erste Antwort liefern.

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