DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zum Verhältnis Wirtschaft/Kanzler:

"Siegfried Russwurm, Chef des Industrieverbands BDI, versuchte am Montag in Berlin noch zu retten, was zu retten ist in seinem Verhältnis zum Kanzler, lobte dessen Rede. Zuvor allerdings hatte auch er von "verlorenen Jahren" gesprochen - und meinte damit die Jahre unter Kanzler Scholz. Direkter ist da Stefan Quandt, der BMW-Großaktionär. Er beklagt im Interview mit der "FAZ" die "Sprachlosigkeit" zwischen Kanzleramt und Wirtschaft. Die Regierung gebe in Zeiten, da bei den Menschen die Bereitschaft steige, sich auf unterkomplexe Antworten einzulassen, ein verunsichertes und wenig souveränes Bild ab. Mehr Kritik geht nicht, die letzten diplomatischen Hemmschwellen fallen. Denn es geht um Grundsatzfragen. Die bemerkenswerte Konfliktbereitschaft ist nicht zuletzt der Ohnmacht gegenüber einem Kanzler geschuldet, der zunehmend selbstgerecht agiert - und vor allem auch kommuniziert."/yyzz/DP/he

AXC0007 2024-06-25/05:35

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