Die Aktie des Chip-Giganten Nvidia verlor in den letzten Tagen deutlich an Wert, da sich Befürchtungen über eine mögliche Überversorgung im Bereich der KI-Rechenzentren verstärkten. Der Technologiewert rutschte drei Handelstage in Folge ab, nachdem Analysten von TD Cowen berichteten, dass Microsoft - einer der größten Investoren im KI-Sektor - mehrere Rechenzentrumsverträge in den USA und Europa storniert habe. Diese Nachricht folgte kurz auf die Warnung des Alibaba-Vorsitzenden Joe Tsai vor einer sich anbahnenden "Rechenzentrumsblase" in den Vereinigten Staaten.

Die Marktunsicherheit wurde zusätzlich durch die von US-Präsident Trump angekündigten neuen Handelszölle verstärkt, die ab dem 2. April in Kraft treten sollen. Obwohl Tesla von den 25-prozentigen Zöllen auf Automobilimporte weniger betroffen sein dürfte, könnten Technologieunternehmen wie Nvidia durch mögliche Gegenmaßnahmen und Vergeltungszölle anderer Länder unter Druck geraten. In China zeichnen sich bereits heute Lieferengpässe bei Nvidias speziell für den chinesischen Markt entwickelten H20-KI-Chip ab, was die komplexe globale Situation des Unternehmens verdeutlicht.

CoreWeave-Börsengang als Stimmungstest

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Als Reaktion auf die sich verschlechternden Marktbedingungen greift Nvidia offenbar seinem Partner CoreWeave bei dessen problematischem Börsengang unter die Arme. Das Cloud-Service-Unternehmen, das sich auf KI-Infrastruktur spezialisiert hat, musste seine Preisvorstellungen für die Aktienemission bereits von ursprünglich 47-55 Dollar auf 40 Dollar reduzieren. Nvidia soll laut Medienberichten mit einer Bestellung im Wert von 250 Millionen Dollar einspringen, um den Börsengang zu stützen. Besonders brisant: Microsoft, der mit 62 Prozent Umsatzanteil größte Kunde von CoreWeave, ist genau jenes Unternehmen, das zuvor durch Stornierungen von Rechenzentrumsprojekten Bedenken über eine Marktsättigung ausgelöst hatte. Der für Freitag geplante Börsengang wird nun als Lackmustest für die Stimmung im gesamten KI-Infrastrukturmarkt gesehen und könnte weitere Hinweise auf die mittelfristigen Aussichten für Nvidia liefern.

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