Magna Aktie: Die Bremse wird spürbar?
Der kanadische Zuliefererkonzern reduziert seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr, während gleichzeitig juristische Probleme das Unternehmensimage belasten.
Magna International hat im November seine Jahresprognosen für Umsatz und Gewinn nach unten korrigiert. Der Automobilzulieferer rechnet nun mit einem Jahresumsatz zwischen 42,2 und 43,2 Milliarden Dollar, eine Reduzierung gegenüber der vorherigen Spanne von 42,5 bis 44,1 Milliarden Dollar. Der bereinigte Jahresgewinn wird voraussichtlich zwischen 1,45 und 1,55 Milliarden Dollar liegen, niedriger als die frühere Prognose von 1,5 bis 1,7 Milliarden Dollar.
Die Aktie des Unternehmens hat im vergangenen Jahr erheblich an Wert verloren und notiert mit 33,39 Euro mehr als 35 Prozent unter dem Vorjahreswert. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Rückgang von knapp 17 Prozent und liegt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Die Prognoseanpassung steht im Einklang mit branchenweiten Trends, da auch Wettbewerber wie Aptiv und BorgWarner ihre Prognosen aufgrund schwacher Nachfrage gesenkt haben. Im dritten Quartal meldete Magna einen Gewinn pro Aktie von 1,28 Dollar und einen Umsatz von 10,28 Milliarden Dollar, womit beide Kennzahlen unter den Analystenerwartungen lagen.
Rechtliche Herausforderungen
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Parallel zu den wirtschaftlichen Herausforderungen sieht sich Frank Stronach, der Gründer von Magna, mit zusätzlichen Vorwürfen sexueller Übergriffe in Kanada konfrontiert. Die Gesamtzahl der Klägerinnen ist inzwischen auf 13 gestiegen. Die mutmaßlichen Vorfälle erstrecken sich über einen Zeitraum von 1977 bis Anfang 2024. Stronach hat sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und vermutet finanzielle Motive hinter den Anschuldigungen.
Magna hat eine interne Untersuchung eingeleitet und dabei eine historische Einigung bezüglich Belästigungsvorwürfen gegen Stronach identifiziert. Diese rechtlichen Probleme könnten das Unternehmensimage weiter belasten, während Magna gleichzeitig versucht, sich in einem schwierigen Marktumfeld zu behaupten. Die Aktie notiert aktuell nur etwa 3,5 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 32,27 Euro, das Anfang März erreicht wurde.
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