International Paper Aktie: Zunehmende Herausforderungen?
Starke Ziele, schwache Reaktion
International Paper überraschte mit einer deutlich optimistischeren Umsatzprognose für 2025 als erwartet. Der Papier- und Verpackungskonzern rechnet mit 27 Milliarden Dollar – die Analysten hatten nur 24,6 Milliarden Dollar prognostiziert. Doch die Märkte reagierten verhalten: In den Pre-Market-Handelstunden sackte die Aktie um 1,4 Prozent ab. Offenbar überwiegt bei den Anlegern die Skepsis gegenüber den langfristigen Perspektiven.
Die mittelfristigen Ziele klingen ambitioniert: Für 2025 peilt das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA zwischen 3,5 und 4 Milliarden Dollar an. Die Investitionsausgaben sollen bis 2027 bei jährlich rund 1,9 Milliarden Dollar liegen. Bis 2027 erwartet International Paper einen freien Cashflow von 2 bis 2,5 Milliarden Dollar und ein EBITDA zwischen 5,5 und 6 Milliarden Dollar. Der Umsatz könnte dann 26 bis 28 Milliarden Dollar erreichen. Doch wie realistisch sind diese Ziele angesichts der aktuellen Marktturbulenzen?
Analysten bleiben skeptisch
Die Experten zeigen sich gespalten. Wells Fargo senkte sein Kursziel von 52 auf 45 Dollar und belässt die Aktie auf "Equal Weight". Im Schnitt halten Analysten das Papier zwar weiterhin für ein "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Zielkurs von 54,77 Dollar. Die jüngste Anpassung deutet jedoch auf wachsende Zweifel an der kurzfristigen Performance.
Ernüchternde Quartalszahlen
Die jüngsten Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im ersten Quartal bei nur 0,23 Dollar – deutlich unter den erwarteten 0,38 Dollar. Auch der Umsatz von 5,9 Milliarden Dollar verfehlte die Prognose von 6,3 Milliarden Dollar. Die schwachen Zahlen spiegeln die volatilen Marktbedingungen wider, mit denen der Konzern aktuell zu kämpfen hat. Vor allem die unbeständige Nachfrage belastet die Finanzen.








