GoPro Aktie: Lichtblick oder trügerische Ruhe?
Die GoPro-Aktie zeigt heute zwar Erholungszeichen, doch hinter der kurzfristigen Rally verbergen sich fundamentale Sorgen. Während das Unternehmen mit neuen Produkten und Partnerschaften gegensteuert, stehen die großen Fragen im Raum: Kann der Action-Camera-Pionier die Umsatzkrise stoppen – oder droht der nächste Absturz?
Q1-Zahlen als nächster Prüfstein
Am 12. Mai nach Börsenschluss stehen die Quartalszahlen an – und die Erwartungen sind gedämpft. Nach einem enttäuschenden Jahr 2024 mit einem Umsatzrückgang von 20% auf 801 Millionen Dollar sucht GoPro verzweifelt nach Wachstumsimpulsen. Ein Lichtblick: Der Bereich Abonnements und Services legte immerhin 10% auf 107 Millionen Dollar zu. Doch Analysten bleiben skeptisch; das durchschnittliche Kursziel von 0,30 Dollar deutet auf ein weiteres Abwärtspotenzial von 50% hin.
Produktoffensive gegen den Trend
GoPro versucht, mit Innovationen gegenzusteuern:
- Neue Anamorphic Lens Mod für die HERO13 Black
- Vertriebspartnerschaft mit Kimpex Powersports in Kanada
- Verstärkung im Board durch Finanzexperte Mick Lopez
Doch die technischen Signale sprechen eine klare Sprache: Trotz leichter Erholung in sechs der letzten zehn Handelstage bleibt die Stimmung angespannt. Der RSI von 42,4 zeigt weder Überkauf noch -verkauf an, während die hohe Volatilität von 95% die Nervosität der Anleger widerspiegelt. Ein Durchbruch über die Widerstandszone bei 0,61 Euro könnte zwar neue Hoffnung wecken – doch nach einem Verlust von über 50% seit Jahresanfang und 70% gegenüber dem Vorjahr bleibt GoPro ein Hochrisikotitel.
Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob die jüngste Produktoffensive Früchte trägt – oder ob der Abwärtstrend weiter an Fahrt gewinnt. Für Anleger gilt: Vorsicht vor trügerischen Rallys in einem klar schwachen Chartbild.








