Dow Aktie: Atompläne und Analysten-Skepsis
Dow Inc. und X-energy reichen Genehmigung für innovativen Atomreaktor ein, während Analysten die Aktie aufgrund von Handelsrisiken und schwacher Nachfrage herunterstufen.
Dow Inc. und X-energy haben einen wichtigen Schritt für ein zukunftsweisendes Atomenergieprojekt in Texas getan. Gemeinsam wurde der Antrag auf Baugenehmigung für einen fortschrittlichen Klein modular Reaktor (SMR) bei der US-Atomaufsichtsbehörde NRC eingereicht. Dieses Vorhaben soll den riesigen Dow-Produktionsstandort in Seadrift mit sauberer Energie und Prozessdampf versorgen.
Das Projekt ist Teil eines Förderprogramms des US-Energieministeriums zur Beschleunigung der Einführung moderner Reaktortechnologien. Der geplante Xe-100 Reaktor von X-energy gilt als besonders sicher. Für Dow ist dies eine langfristige Investition in nachhaltigere Produktionsprozesse am 4.700 Hektar großen Standort Seadrift, wo Materialien unter anderem für Verpackungen und Medizinprodukte hergestellt werden.
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Bis zur Genehmigung des Bauantrags könnten allerdings bis zu 30 Monate vergehen. Erst danach und nach eingehender Prüfung der Wirtschaftlichkeit könnte der Bau noch in diesem Jahrzehnt beginnen. Mit einer Inbetriebnahme wird erst Anfang des nächsten Jahrzehnts gerechnet. X-energy hat seit 2020 rund 1,1 Milliarden Dollar an privatem Kapital für die Entwicklung der Technologie eingesammelt.
Ziel ist es, die Emissionen am Standort drastisch zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Es wäre der erste moderne Atomreaktor dieser Größenordnung in Nordamerika, der einen Industriestandort versorgt.
Frisches Geld und trübe Aussichten?
Neben diesen Zukunftsplänen agiert Dow auch am Kapitalmarkt. Kürzlich wurden neue Anleihen im Gesamtwert von 1 Milliarde Dollar platziert. Es handelt sich um 400 Millionen Dollar mit Fälligkeit 2035 und 600 Millionen Dollar mit Fälligkeit 2055. Dieses frische Kapital stärkt die finanzielle Flexibilität des Unternehmens.
Doch nicht alle blicken optimistisch auf den Chemiekonzern. Gleich mehrere Analystenhäuser sehen dunkle Wolken aufziehen. Handelsschranken, steigende Rohstoffkosten und eine schwache Nachfrage in China und Europa belasten die Aussichten.
Analysten ziehen die Notbremse
Die Bank of America stufte die Aktie von „Kaufen“ auf „Unterperform“ herab. Die Experten äußerten Bedenken hinsichtlich der EBITDA-Prognosen für 2025 und 2026 und sehen sogar die Dividende aufgrund eines erwarteten Fehlbetrags beim freien Cashflow als gefährdet an.
Auch JPMorgan zeigte sich skeptischer und änderte das Votum von „Overweight“ auf „Neutral“, das Kursziel wurde auf 31 Dollar gesenkt. CFRA ging noch einen Schritt weiter und stufte die Aktie von „Halten“ auf „Verkaufen“ herab, mit einem Kursziel von 28 Dollar. Hier sorgen sich die Analysten um die Fundamentaldaten, anhaltende Zollprobleme und strengere Regulierungen für Chemikalien. Die Gewinnprognose pro Aktie für 2025 wurde ebenfalls nach unten korrigiert.
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