Der Euro hat sich am Donnerstag stabil über 1,13 US-Dollar gehalten. Nachdem der Kurs am Mittwoch deutlich gestiegen war und über die Marke von 1,13 Dollar sprang, wurde die Gemeinschaftswährung am Nachmittag bei 1,1330 Dollar gehandelt und damit auf dem gleichen Niveau wie am frühen Morgen. Nur zeitweise hatte der Kurs bis auf 1,1371 Dollar zugelegt und damit auf den höchsten Stand seit etwa einem Monat. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1342 (Mittwoch: 1,1286) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8817 (0,8861) Euro.

Seit Beginn des Monats hat der Euro im Handel mit dem Dollar etwa ein Prozent an Wert gewonnen. "Der Euro hat Kursgewinne erzielt, wofür der im Vergleich zu den USA bessere Pandemieverlauf in Europa verantwortlich gemacht wird", sagte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Während die Pandemie in den Staaten der Eurozone derzeit unter Kontrolle ist, gibt es in den USA gefährlich hohe Zahlen von Neuinfektionen. In weiten Teilen der USA ist die Pandemie sogar erneut außer Kontrolle geraten und das Virus bereitet sich im Süden und Westen des Landes mit dramatischer Geschwindigkeit aus.

Besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt konnten den Euro am Nachmittag nicht nennenswert belasten. Die Corona-Pandemie hat zwar weiter erhebliche Auswirkungen auf den amerikanischen Arbeitsmarkt. In der vergangenen Woche war die Zahl der Erstanträge aber nicht so stark gestiegen wie in den Wochen zuvor. Der Zuwachs lag mit 1,314 Millionen unter den Markterwartungen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89655 (0,89923) britische Pfund, 121,67 (121,39) japanische Yen und 1,0634 (1,0624) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1814 Dollar gehandelt. Das waren etwa fünf Dollar mehr als am Vortag./jkr/jsl/stk

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AXC0278 2020-07-09/16:55

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