Chevron trifft Gewinnerwartungen, doch sinkende Ölpreise und juristische Risiken drücken die Stimmung. Wie wirkt sich das auf die Zukunft aus?

Chevron liefert Zahlen, die den Erwartungen entsprechen, doch die Aktie zeigt sich wenig begeistert. Was steckt hinter dieser widersprüchlichen Reaktion nach den jüngsten Quartalszahlen? Ein Blick unter die Haube offenbart ein gemischtes Bild voller operativer Realitäten und drohender juristischer Auseinandersetzungen.

Auf den ersten Blick lief es rund: Der bereinigte Gewinn im ersten Quartal traf mit 3,8 Milliarden Dollar genau die Markterwartungen. Besonders das Raffineriegeschäft erholte sich spürbar von einem Verlust im Vorquartal und schrieb wieder schwarze Zahlen – wenn auch unter dem Vorjahresniveau. Doch genau hier liegt ein Teil des Problems: Das Kerngeschäft, die Öl- und Gasförderung, musste im Jahresvergleich Federn lassen und verdiente mit 3,76 Milliarden Dollar deutlich weniger als die 5,24 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Um die Aktionäre bei Laune zu halten, griff Chevron tief in die Tasche. Satte 3,9 Milliarden Dollar flossen allein im letzten Quartal in Aktienrückkäufe, dazu kamen 3 Milliarden an Dividenden. Die Finanzchefin deutete an, dass die Rückkäufe im Gesamtjahr 2025 zwischen 11,5 und 13 Milliarden Dollar liegen könnten, was innerhalb der kommunizierten Spanne von 10 bis 20 Milliarden liegt.

Operativ gab es Lichtblicke wie den Produktionsstart im Ballymore-Projekt im Golf von Mexiko im April und Zuwächse im wichtigen Permian Basin von 12% gegenüber dem Vorjahr. Die globale Gesamtförderung stagnierte jedoch bei 3,35 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag, da Verkäufe von Unternehmensteilen die Zuwächse, unter anderem aus der abgeschlossenen Tengiz-Erweiterung in Kasachstan, ausglichen.

Juristischer Gegenwind nimmt zu

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Doch reichen solide Zahlen und Aktionärspflege aus? Parallel zu den operativen Themen braut sich an anderer Front Ungemach zusammen. Mehrere US-Bundesstaaten haben Klagen gegen große Ölkonzerne wie Chevron eingereicht, mit dem Vorwurf der Täuschung über Klimawandelfolgen. Die Trump-Regierung schlägt nun zurück und verklagt ihrerseits vier Staaten (New York, Vermont, Hawaii, Michigan), um diese Klagen und neue Gesetze zu stoppen, die die Branche zur Kasse bitten sollen. Dieser juristische Streit dürfte für erhebliche Unsicherheit sorgen.

Für Chevron bedeutet dies: Trotz aktuell erfüllter Gewinnerwartungen und milliardenschwerer Rückkaufprogramme bleibt die Lage angespannt. Der Druck durch gesunkene Ölpreise und vor allem die eskalierenden Rechtsstreitigkeiten rund um Klimafolgen werfen lange Schatten auf die Zukunftsperspektiven.

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