Wien (OTS/SK) - Die SPÖ bleibt bei ihrer Forderung, dass die Republik ihr Vorkaufsrecht für die Novomatic-Anteile an den Casinos Austria (CASAG) ausüben soll. SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer weist darauf hin, dass diese Investition sich über die Dividenden mittelfristig selbst finanziert und einen positiven Einfluss auf den Staatshaushalt hätte. Zudem hält es Krainer aus Gründen des Spielerschutzes für wichtig, dass ein öffentlicher Eigentümer das Sagen hat bei den Casinos. "Die Regierungspläne für die CASAG laufen einfach auf eine Privatisierung hinaus", warnt Krainer. ****

Der "Standard" berichtet heute, dass die ÖBAG, die für Republik die Beteiligung bei den Casinos Austria verwaltet, das Vorkaufsrecht nicht ausüben will, sondern sich nur über eine Syndizierung mit der Sazka-Gruppe Einfluss auf die Bestellung auf den Vorstands- und den Aufsichtsratsvorsitzenden sichern will. Außerdem wird laut dem Bericht ein späterer Börsengang überlegt.

Dazu Krainer: "Die Casinos Austria sind ein strategisch wichtiges Unternehmen für die Republik. Weniger deswegen, weil Glücksspiel eine Schlüsselindustrie wäre, aber umso mehr deswegen, weil es gerade beim Glücksspiel darauf ankommt, dass der Eigentümer den Spielerschutz in den Mittelpunkt stellt und sich auch dafür verantworten muss."

Krainer weist darauf hin, dass die CASAG-Vorsitzende Bettina Glatz-Kremsner das im November in einem Interview mit dem "Kurier" sehr ähnlich gesehen hat. Da hat sie gesagt: "Gerade in einem derart sensiblen Bereich wie dem Glücksspiel ist eine staatliche Beteiligung gut und wichtig." Und weiter: Es gehe "nicht um den maximalen Ertrag, sondern um den bestmöglichen Ertrag unter strengen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen".

Krainer: "Die ÖVP und ihr Mann in der ÖBAG machen das Gegenteil. Es wird auf die Privatisierung von Staatseigentum hinauslaufen und auf die Privatisierung der Verantwortung für den Spielerschutz." (Schluss) bj/wf/mp