Boeing trennt sich von Jeppesen an Thoma Bravo, um Schulden zu reduzieren. Die Aktie reagiert positiv auf die milliardenschwere Transaktion.

Boeing hat am Dienstag einen Paukenschlag verkündet: Teile seines Geschäfts für digitale Luftfahrtlösungen gehen an einen neuen Eigentümer. Die Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo legt dafür beeindruckende 10,55 Milliarden Dollar auf den Tisch. An der Börse sorgte die Nachricht für Auftrieb, die Aktie schloss rund 2 Prozent fester.

Das Herzstück des Deals ist die bekannte Navigationseinheit Jeppesen. Boeing hatte diese im Jahr 2000 für vergleichsweise schlanke 1,5 Milliarden Dollar erworben – ein ordentlicher Wertzuwachs also. Berichten zufolge wurde um Jeppesen hart gerungen, wobei Thoma Bravo Konkurrenten wie TPG und Advent ausstach. Nicht alles wird jedoch abgegeben: Wichtige digitale Fähigkeiten für Flottenwartung und Diagnose bleiben bei Boeing. Rund 3.900 Mitarbeiter sind von der Transaktion betroffen.

Schuldenabbau als Triebfeder

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Hinter der Veräußerung steckt der Plan von CEO Kelly Ortberg, die Schuldenlast des Konzerns zu verringern. Es ist Teil einer Strategie, sich von Randbereichen zu trennen. Schon im Februar ging der Wartungsbetrieb am Flughafen Gatwick an British Airways. Auch das Drohnengeschäft Insitu steht dem Vernehmen nach zur Disposition.

Nächste Schritte am Horizont

Während Boeing hier verkauft, kauft der Konzern an anderer Stelle zu: Die Übernahme des wichtigen Zulieferers Spirit AeroSystems soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Intern laufen dafür bereits die Vorbereitungen, Sean Black soll den wichtigen Standort Wichita nach dem Abschluss leiten. Bis der Jeppesen-Deal aber endgültig vollzogen ist, vergeht noch Zeit – das Closing ist erst für Ende 2025 geplant. Zunächst richtet sich der Fokus aber auf Mittwoch: Dann werden die Zahlen für das erste Quartal erwartet. Man darf gespannt sein, welche Impulse von dort ausgehen.

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