Bloom Energy wandelt sich rasant vom Hoffnungsträger der sauberen Energie zum unverzichtbaren Rückgrat der KI-Revolution. Die Wall Street überbietet sich derzeit mit Kurszielen, befeuert durch Milliarden-Deals und den enormen Energiehunger von Rechenzentren. Doch rechtfertigt der Hype wirklich Bewertungen, die selbst optimistische Prognosen in den Schatten stellen, oder droht eine schmerzhafte Korrektur?

Wettlauf der Analysten

Das Wochenende steht ganz im Zeichen einer massiven Neubewertung. Namhafte Finanzinstitute korrigieren ihre Kursziele aggressiv nach oben, da sie in Bloom Energy nicht mehr nur eine Wette auf grüne Energie, sondern einen kritischen Infrastrukturanbieter für die Tech-Branche sehen. HSBC stufte die Aktie auf "Buy" hoch und sieht das Ziel nun bei 150 US-Dollar, während Baird und Susquehanna die Latte sogar auf 157 US-Dollar legten.

Die Experten verweisen auf das enorme Umsatzpotenzial durch den sogenannten "Build Your Own Platform"-Markt. Rechenzentren suchen händeringend nach Möglichkeiten, die überlasteten öffentlichen Stromnetze zu umgehen – und genau hier liefern die Amerikaner die Lösung. Auch Morgan Stanley und JPMorgan schlossen sich dem optimistischen Chor an und erhöhten ihre Ziele signifikant.

Milliarden-Deal als Zünder

Diese Euphorie fußt auf harten Fakten und strategischen Durchbrüchen. Der eigentliche Startschuss für den aktuellen "Superzyklus" war die Partnerschaft mit Brookfield im Wert von bis zu 5 Milliarden US-Dollar. Dieser Deal zielt darauf ab, die Energieengpässe im KI-Sektor direkt zu adressieren.

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Untermauert wird die Fantasie durch starke Quartalszahlen:
* Umsatzsprung: Im dritten Quartal stiegen die Erlöse um 57 Prozent auf 519 Millionen US-Dollar.
* Erwartungen übertroffen: Die Analystenschätzungen von ca. 425 Millionen US-Dollar wurden pulverisiert.
* Effizienz: Die Bruttomarge verbesserte sich auf über 31 Prozent.

Risiken trotz Rekordlauf

Der gewaltige Kursanstieg von über 318 Prozent seit Jahresanfang spiegelt die Erkenntnis wider, dass herkömmliche Netze den KI-Boom nicht schnell genug versorgen können. Blooms Brennstoffzellen bieten hier einen entscheidenden Zeitvorteil ("Time-to-Power").

Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Die Bank of America warnt als Spielverderber vor einer Überhitzung. Mit einem Kursziel von lediglich 39 US-Dollar und einem "Underperform"-Rating mahnen die Analysten zur Vorsicht. Ihre Begründung: Die aktuelle Bewertung, die beim über 100-Fachen der erwarteten Gewinne liegt, preist bereits absolute Perfektion ein und lässt kaum Raum für Fehler.

Der Markt blickt nun gespannt auf die Umsetzung der angekündigten Lieferverträge. Die technische Dynamik nach dem Kurssprung von über 9 Prozent am Freitag ist enorm, doch die Kluft zwischen den bullischen 150-Dollar-Zielen und den Warnungen der Bären ist riesig. Anleger sollten die kommenden Auftragsbestände genau im Auge behalten – sie werden zeigen, ob die Schlagzeilen auch nachhaltiges Geschäft bedeuten.

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