Die BayWa befindet sich in einem perfekten Sturm. Nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts am Wochenende herrscht bei Anlegern nackte Angst: Ein massiver Umsatzeinbruch trifft auf eine einkassierte Gewinnprognose. Während die Führungsetage versucht, das Ruder herumzureißen, fragen sich Marktteilnehmer: Droht das ambitionierte Sanierungskonzept zu scheitern, bevor es richtig begonnen hat?

Bilanz-Desaster schockt Anleger

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. In den ersten neun Monaten 2025 brach der Umsatz um 22,2 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro ein. Zwar ist ein Großteil dieses Rückgangs auf den Verkauf der RWA-Anteile zurückzuführen, doch offenbart die Bilanz auch operative Schwächen im Kerngeschäft.

Viel schwerer wiegt jedoch die Unsicherheit: Wegen "offener Bewertungs- und Steuerfragen" zog der Vorstand die Prognose für das Segment Regenerative Energien sowie für den Gesamtkonzern ersatzlos zurück. Eine verlässliche Guidance für das Gesamtjahr 2025? Fehlanzeige. Investoren tappen im Dunkeln – Gift für jeden Aktienkurs.

Die aktuelle Lage im Überblick:
* Umsatzschwund: Minus 22,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
* Prognose-Vakuum: Keine belastbaren Ziele für das laufende Geschäftsjahr.
* Schrumpfkur: Der Wandel vom globalen Player zum fokussierten Händler hinterlässt tiefe Bremsspuren.

Cefetra-Verkauf: Ein Tanz auf dem Vulkan

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Doch das eigentliche Drama spielt sich an einer anderen Front ab. Der geplante Verkauf der Tochter Cefetra Group entwickelt sich zur Zitterpartie. Nachdem der erste Deal im Oktober spektakulär platzte, steht der Konzern mit dem Rücken zur Wand. Die Erlöse sind essenzieller Bestandteil des Sanierungsgutachtens, um den Schuldenberg von ehemals über fünf Milliarden Euro abzutragen.

Zwar laufen Verhandlungen mit einer neuen Investorengruppe, doch die Uhr tickt unerbittlich. Ein Abschluss (Closing) noch im vierten Quartal 2025 ist zwingend erforderlich, um die Liquidität zu sichern. Gelingt dieser Befreiungsschlag nicht zeitnah, dürften die Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Sanierungsplans massiv zunehmen. Einziger Lichtblick bleibt die jüngste Kapitalerhöhung, die immerhin 179 Millionen Euro in die Kassen spülte – ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn der "Big Deal" ausbleibt.

Alles oder Nichts im Dezember

Die kommenden Wochen entscheiden über das Schicksal des Traditionskonzerns. Anleger müssen sich auf volatile Zeiten einstellen, denn der Newsflow zur Cefetra-Transaktion wird den Kurs diktieren. Eine Erfolgsmeldung könnte eine massive Erleichterungsrallye auslösen, während weitere Verzögerungen das Vertrauen endgültig zerstören dürften. Die BayWa Aktie bleibt damit ein hochriskantes Spiel auf Zeit.

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