Bayer PK Aktie: Erwartete Entwicklungen?
Bayer will die juristischen Altlasten aus der Monsanto-Übernahme mit einem massiven Vergleichspaket eindämmen. Der Konzern schlägt heute eine Zahlung von 7,25 Milliarden US-Dollar vor, um die langjährigen Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Roundup beizulegen. Kann dieser finanzielle Kraftakt die Unsicherheit der Anleger endlich beenden?
Ein Fonds für zwei Jahrzehnte
Der Entwurf sieht vor, sowohl aktuelle als auch zukünftige Klagen wegen angeblicher Krebserkrankungen durch Glyphosat zu regulieren. Falls das zuständige Gericht zustimmt, soll ein Fonds entstehen, dessen Auszahlungen sich über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren erstrecken. Das Ziel von CEO Bill Anderson ist Planungssicherheit. Seit 2018 belasten die Prozesskosten die Bilanz massiv. Anderson bezeichnete den Schritt als bewusste Entscheidung für Schnelligkeit und Schadensbegrenzung, um weitere jahrelange Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
Es ist nicht der erste Anlauf für eine großflächige Einigung. Ein früherer Vergleichsvorschlag scheiterte vor einigen Jahren an richterlichen Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit künftigen Ansprüchen. Diesmal setzt Bayer zusätzlich auf eine Grundsatzentscheidung: Der US-Supreme Court soll klären, ob die bundesstaatliche Zulassung der Roundup-Etiketten Klagen auf Ebene der US-Bundesstaaten grundsätzlich blockiert.
Finanzierung durch Bankkredite
Trotz des Vergleichsangebots betont das Management, dass dies kein Schuldeingeständnis sei. Man hält an der Sicherheit von Glyphosat fest und verweist auf internationale Zulassungsbehörden, die das Herbizid als nicht krebserregend einstufen. Dennoch hinterließen teure Geschworenenurteile tiefe Spuren in den Finanzen.
Die Finanzierung für den neuen Vorstoß steht bereits. Laut Finanzvorstand hat sich der Konzern einen Bankkredit über 8 Milliarden US-Dollar gesichert. Von den insgesamt rund 170.000 eingereichten Klagen sind derzeit noch etwa 40.000 aktiv. Die bisherigen Kosten für Urteile und frühere Vergleiche belaufen sich bereits auf zweistellige Milliardenbeträge. Die Reaktion an der Börse fiel heute schwankungsfreudig aus, was die geteilte Meinung der Investoren zur langfristigen Wirkung des Deals widerspiegelt.
Der Erfolg des Plans hängt nun maßgeblich von der gerichtlichen Genehmigung des Vergleichsrahmens ab. Parallel dazu wird die Entscheidung des Supreme Court erwartet, welche die rechtliche Basis für zukünftige Klagen in den USA grundlegend verändern könnte.
Bayer PK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer PK-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Bayer PK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer PK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer PK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








