Die neuesten Zahlen des Brennstoffzellen-Spezialisten werfen ein Schlaglicht auf eine tiefgreifende Zerrissenheit. Während ein Geschäftsbereich überraschend kräftig zulegt, kämpfen andere wichtige Segmente mit massivem Gegenwind. Steht Ballard Power vor einer Trendwende oder droht der Wasserstoff-Traum zu platzen?

Busgeschäft als einsamer Wachstumsmotor

Im ersten Quartal 2025 konnte Ballard Power einen Umsatz von 15,4 Millionen US-Dollar verbuchen, was einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Zuwachs ist fast ausschließlich auf das robuste Geschäft mit Brennstoffzellen für Busse zurückzuführen. Hier explodierten die Erlöse förmlich um 41 Prozent im Jahresvergleich und machten beeindruckende 81 Prozent des Gesamtumsatzes im ersten Quartal aus. Auch die Auslieferungen von Motoren zogen insgesamt um 31 Prozent an – ein klares Zeichen für die anhaltend starke Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr.

Doch dieser Erfolg hat eine deutliche Kehrseite.

Tiefe Gräben in anderen Sparten

Abseits des boomenden Busmarktes zeichnet sich ein düsteres Bild. In anderen Schwerlastbereichen, wie dem LKW-Segment, musste Ballard Power empfindliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Ähnlich trübe sieht es bei Anwendungen für Schienenfahrzeuge und in der Schifffahrt aus. Auch das Geschäft mit stationären Energieanwendungen erlebte einen deutlichen Dämpfer. Diese auseinanderlaufende Entwicklung unterstreicht die ungleiche Dynamik, die derzeit die Märkte für Wasserstoff-Brennstoffzellen prägt und stellt die Diversifikationsstrategie des Unternehmens auf eine harte Probe.

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Auftragsbücher lichten sich bedenklich

Für zusätzliche Sorgenfalten sorgt der Auftragseingang. Nach einem stärkeren Vorquartal fiel dieser im ersten Quartal 2025 eher schwach aus. Das Unternehmen verweist auf Verzögerungen bei einigen Verkaufschancen, bedingt durch die laufende Konsolidierung in der Branche und Unsicherheiten bezüglich möglicher Zölle. Infolgedessen schrumpfte der Auftragsbestand bis Ende des ersten Quartals leicht auf 158 Millionen US-Dollar. Auch das Auftragsbuch für die kommenden zwölf Monate zeigte sich reduziert.

Sparerfolge und ein dickes Finanzpolster

Trotz der operativen Verluste und des mauen Auftragseingangs gibt es auch Lichtblicke. Die bereits 2024 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen beginnen Früchte zu tragen. So konnten die Betriebskosten im ersten Quartal gesenkt werden. Auch die Bruttomarge erholte sich um 14 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Quartal 2024, was neben den Kostensenkungen auch auf den gestiegenen Umsatz zurückzuführen ist. Allerdings: Die Bruttomarge verharrt weiterhin im negativen Bereich. Ein wichtiger Puffer in diesen unsicheren Zeiten ist die solide Finanzdecke: Ballard Power beendete das Quartal mit liquiden Mitteln in Höhe von 576,7 Millionen US-Dollar.

Ballard Power navigiert sichtlich durch stürmische Zeiten. Die starke Nachfrage im Bussegment ist ein wichtiger Anker, doch die breite Schwäche in anderen Märkten und der dünne Auftragseingang geben Anlass zur Sorge. Ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen und das solide Finanzpolster ausreichen, um das Ruder herumzureißen, müssen die kommenden Quartale zeigen. Die Aktie, die seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert verloren hat, kämpft weiter mit dem Abwärtstrend und sucht nach einem klaren Richtungssignal.

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