Ascom Aktie: Weg ohne Ausweg?
Der Schweizer Technologiekonzern wurde Ziel von Cyberkriminellen, während die Finanzkennzahlen bereits rückläufig sind. Die Unternehmensführung hält dennoch an Wachstumsplänen fest.
Die Ascom Holding AG wurde am 16. März 2025 Ziel eines Cyberangriffs auf ihr technisches Ticketing-System. Die Attacke, für die sich die "Hellcat-Ransomware-Bande" verantwortlich erklärt hat, ließ andere IT- und Kundensysteme unberührt. Die Ascom-Aktie schloss am Freitag bei 3,58 Euro und liegt damit exakt auf ihrem 52-Wochen-Tief, während sie nur knapp 3% unter ihrem Jahreshöchststand von 3,69 Euro notiert.
Der Cyberangriff traf das Unternehmen kurz nach der Veröffentlichung seiner Jahresergebnisse, die bereits am 12. März 2025 präsentiert wurden. Das Geschäftsjahr 2024 verlief für Ascom herausfordernd. Der Umsatz sank bei konstanten Währungen um 1,6% auf 286,7 Millionen Schweizer Franken. Besonders deutlich fiel der Rückgang der EBITDA-Marge aus, die von 10,1% im Vorjahr auf 7,4% sank, was einem absoluten EBITDA von 21,3 Millionen Schweizer Franken entspricht. Das Gruppenresultat belief sich auf 3,7 Millionen Schweizer Franken, was einem Gewinn pro Aktie von 0,10 CHF gleichkommt.
Unternehmensstrategie trotz Herausforderungen
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Trotz der rückläufigen Kennzahlen hält Ascom an seiner Wachstumsstrategie fest. Für das laufende Geschäftsjahr 2025 plant das Unternehmen ein leichtes Umsatzwachstum bei konstanten Währungen und visiert eine verbesserte EBITDA-Marge von 9-10% an. Diese Prognose wurde allerdings vor dem jüngsten Cyberangriff aufgestellt, dessen volle Auswirkungen auf das operative Geschäft noch nicht vollständig abzuschätzen sind.
Die zukünftige Aktionärsvergütung bleibt von den aktuellen Herausforderungen scheinbar unberührt. Ascom hat eine Dividendenausschüttung von 0,10 Schweizer Franken je Aktie vorgeschlagen – identisch mit dem Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2024. Zusätzlich wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt, das den Erwerb von bis zu 10% des ausstehenden Aktienkapitals über die kommenden 18 Monate vorsieht.
Vorsichtige Marktreaktion
Die aktuelle Kursentwicklung der Ascom-Aktie spiegelt die Unsicherheiten wider, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. Die niedrige annualisierte 30-Tage-Volatilität von 5,23% zeigt, dass die Schwankungen im vergangenen Monat relativ moderat waren. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Kurs exakt auf dem 52-Wochen-Tief notiert, was auf eine vorsichtige Haltung der Investoren hindeutet.
Der Cyberangriff hat zusätzliche Unsicherheit geschaffen, insbesondere da er die technischen Systeme eines Unternehmens betraf, das selbst im IT-Dienstleistungsbereich tätig ist. Die kommenden Wochen werden zeigen, inwieweit Ascom die technischen Herausforderungen bewältigen und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann.
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