Vor Familie geflüchtete Saudi-Araberin bekommt Asyl in Kanada

Ottawa/Genf - Die junge Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Qunun wird nach der Flucht vor ihrer Familie am heutigen Samstag in Kanada erwartet. Die 18-Jährige hatte in Thailands Hauptstadt Bangkok einen Linienflug in ihre künftige Heimat angetreten. Ihr Fall hat international Aufsehen erregt: Zwischenzeitlich drohte der jungen Frau, die sich vom Islam losgesagt hat, die Abschiebung zurück nach Saudi-Arabien. Mit einer Kampagne über Twitter gelang es ihr, dies zu verhindern. Premier Justin Trudeau bestätigte, dass sie Asyl bekommt. Ursprünglich hatte das Mädchen nach Australien gewollt.

Syrische Medien: Israelische Raketenangriffe auf Damaskus

Damaskus/Jerusalem - Israelische Kampfjets haben syrischen Angaben zufolge am Freitag Raketenangriffe auf Ziele in der Nähe der Hauptstadt Damaskus geflogen. Die meisten Raketen seien von der syrischen Luftabwehr abgefangen worden. Ein Lagerhaus am Flughafen nahe der Hauptstadt sei getroffen worden. Israel sorgt sich über den zunehmenden Einfluss seines Erzfeindes Iran in dem Bürgerkriegsland. Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Bashar al-Assad und unterstützt ihn in dem seit sieben Jahren andauernden innersyrischen Krieg militärisch.

Tote bei Angriff mutmaßlicher Jihadisten in Burkina Faso

Ouagadougou - Mutmaßliche Jihadisten haben im westafrikanischen Burkina Faso ein Dorf angegriffen und zwölf Zivilisten getötet. An dem "terroristischen Angriff" auf das Dorf Gasseliki im Norden des Landes hätten sich am Donnerstag etwa 30 Bewaffnete beteiligt, erklärte das Sicherheitsministerium von Burkina Faso am Freitag. Außer den zwölf Todesopfern habe es zwei Verletzte gegeben. Seit drei Jahren gibt es in Burkina Faso immer häufiger tödliche Angriffe. In 14 von 45 Provinzen gilt mittlerweile der Notstand.

BVT-Ausschuss - Goldgruber wird noch einmal befragt

Wien - Der BVT-Untersuchungsausschuss startet mit einem prominenten Zeugen in die Ausschuss-Woche: Innenminister Herbert Kickls (FPÖ) Generalsekretär Peter Goldgruber muss am Dienstag erneut ins Parlament kommen. Nicht nur die Opposition, auch die ÖVP sah nach Goldgrubers erster Befragung eine ganze Reihe an Widersprüchlichkeiten zwischen seinen Aussagen und jenen anderer Auskunftspersonen. Eine Zwangsvorführung droht indes einer der Hauptbelastungszeugen, Ria-Ursula P. - sie ist nicht erreichbar.

Nowotny rechnet mit Verlangsamung des Wachstums

Wien/Rom - Notenbankgouverneur Ewald Nowotny rechnet zwar mit einer deutlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, diese sei aber nicht vergleichbar mit der Krise nach 2008, sagte er im Gespräch mit dem "Standard". Beim Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland spielten Sonderfaktoren eine Rolle. Man müsse aber darauf achten, ob es bei Einmaleffekten bleibe oder ein strukturelles Problem gebe. Beim Austritt Großbritanniens aus der EU wiederum müsse man nüchtern zugeben, dass er negative Auswirkungen haben wird. "Mit dem Brexit schwächt sich Europa selbst", so Nowotny.

Ivanka Trump als neue Weltbank-Chefin im Gespräch

Washington - Nach der Rücktrittsankündigung von Weltbank-Chef Jim Yong Kim werden laut einem Pressebericht die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, und Präsidententochter Ivanka Trump als Nachfolgerinnen gehandelt. Das berichtete die "Financial Times" ohne Nennung ihrer Quellen. Auch die Namen von Mark Green, dem Chef der US-Behörde für internationale Entwicklung, und des hochrangigen Vertreters im Finanzministerium, David Malpass, würden genannt, schrieb das Blatt.

17 Tote nach Brand in Suchtklinik in Ecuador

Guayaquil - Bei einem Brand in einer offenbar illegal betriebenen Suchtklinik in Ecuador sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks in der Provinzhauptstadt Guayaquil waren 30 bis 40 Menschen in der Entzugsklinik. Medien zufolge hatte die Suchtklinik keine Betriebserlaubnis. Die Behörden vermuteten, dass der Brand in der Klinik von den Patienten verursacht wurde. Damit hätten sie womöglich erzwingen wollen, dass sie nicht weiter eingesperrt werden, so die Polizei.

rop

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